Norwegen während der Weltkriege (1905 - 1945)
Nach 400 Jahren dänischer und schwedischer Besatzung war die norwegische Königsfamilie ausgestorben. Zum neuen König wurde daraufhin der dänische Prinz Carl ernannt, der am 18. November 1905 als Håkon VII. den Thron bestieg. Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach erklärte sich Nowegen für neutral. Dennoch verlor Norwegen rund die Hälfte seiner Handelsflotte.
Nach Beendigung des Krieges bekam auch Norwegen die Große Depression zu spüren. Viele Banken gingen bankrott, die Arbeitlosigkeit stieg erheblich an. Auch politisch herrschte Chaos. Von 1918 bis 1935 hatte Norwegen neun verschiedene Regierungen. Erst die Arbeiterpartei um Johan Nygaardsvolds, die 1935 die Regierung übernahm, konnte wieder zur politischen Stabilität beitragen.
Auch im Zweiten Weltkrieg erklärte sich Norwegen für neutral. Dennoch wurde das Land 1940 von den Deutschen besetzt. Am 7. Juni flohen die Königsfamilie und das Kabinett nach London. Die Besatzung dauerte bis zum 7. Mai 1945. Der 8. Mai gilt als Tag der Befreiung und ist offizieller Flaggentag in Norwegen. König Håkon VII. kehrte einen Monat später aus seinem Exil nach Norwegen zurück.




