Turku

Turku
Sommernacht in Turku am Fluss Aurajoki

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Turku - Die älteste Stadt Finnlands

Turku liegt an der Mündung des Flusses Aurajoki in Südfinnland. Erreichbar ist die fünftgrößte Stadt von Finnland über einen eigenen Flughafen oder mit einer Fähre. Täglich gibt es Fährverbindungen über Mariehamn nach Stockholm in Schweden. Turku zählt zur kalt gemäßigten Klimazone, die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei fünf Grad Celsius. Im Monat Juli werden tagsüber Temperaturen um 22 Grad Celsius erreicht, während sie im kältesten Monat Februar bei über minus sieben Grad liegen. Im August fällt regnet es häufig.

Vom schwedischen Bischofssitz zur finnischen Hauptstadt

Archäologische Funde beweisen, dass das Gebiet schon zur Steinzeit besiedelt wurde, Handel sowie Landwirtschaft wurden zur Eisenzeit betrieben. Im Jahr 1229 wurde Turku von den Schweden zum Bischofssitz ernannt. Während des Mittelalters zählte Turku zur wichtigsten Stadt Finnlands, obwohl sie bis 1471 unter schwedischer Verwaltung stand. Zur größten nördlichen Befestigungsanlage wurde die Burg im 16. Jahrhundert ausgebaut. Unter der Herrschaft von Gustav II. Adolf erhielt Turku ein Hofgericht sowie ein Gymnasium. Zudem war er Gründer der Universität “Akademie zu Turku” im Jahr 1640.

Zweimal stand Finnland im 18. Jahrhundert unter russischer Besatzung. Die Russen hatten Finnland im Russisch-Schwedischen Krieg 1809 erobert, sie machten Turku zur Hauptstadt des Großfürstentums Finnland. Allerdings ernannte der Zar Alexander I. die Stadt Helsinki 1819 zur Hauptstadt. Durch einen Brand wurde Turku im Jahr 1827 fast völlig zerstört, deshalb wurde die Universität im Jahr 1828 nach Helsinki verlegt. Auch nach der Unabhängigkeit Finnlands im Jahr 1917 blieb Helsinki weiterhin die Hauptstadt.

Heute leben über 180.000 Einwohner in Turku, sie ist Sitz des evangelischen Erzbischofs und seit 1918 wieder Universitätsstadt. Die Metropolregion Turku ist der drittgrößte Ballungsraum von Finnland. Offiziell ist Turku zweisprachig, über fünf Prozent der Bewohner sprechen Schwedisch.

Burg, Dom und Suomen Joutsen

Das Wahrzeichen Turkus ist der Dom, der nach dem Brand wieder renoviert wurde. Direkt am Marktplatz steht die orthodoxe Kaiserin-Alexandra-Märtyrinnenkirche, es ist eine Rundkirche im klassizistischen Stil. In der Nähe des Hafens am Ufer des Aurajoki befindet sich die Burg Turku, die im 16. Jahrhundert ihre heutige Form erhielt. Das historische Museum wurde dort untergebracht. Auf dem Aurajoki, im Hafen von Turku liegt der Dreimast-Großsegler Suomen Joutsen, es ist ein Museumsschiff.

Viele alte Gebäude wurden beim Stadtbrand 1827 vernichtet, weshalb ist das Stadtbild überwiegend modern geprägt ist. Nicht zerstört wurde der alte Stadtteil Turkus, er besteht vorwiegend aus Holzhäusern, hier steht auch die “Alte Akademie”. Auf dem Klosterbacken wurde ein Handwerksmuseum errichtet. Ein altes Schloss aus dem 16. Jahrhundert liegt am Aurajoki, im Ostteil ist ein Museum untergebracht. Im Puolala-Park, er liegt in der Nähe des Bahnhofs, befindet sich ein Kunstmuseum.

Rockfestival und Restaurants

Vor Turku befinden sich zahlreiche Schären und Inseln in der Ostsee. Über eine Brücke ist die Insel Ruissalo erreichbar, es ist das Naherholungsgebiet der Stadt mit einem botanischen Garten. Jährlich im Frühsommer wird auf der Insel das Rockfestival Ruisrock veranstaltet. Gute Restaurants sowie Bars liegen am Flussufer. Bekannt ist Finnland für sein Kunstgewerbe und die sehr schönen Stoffe. Angeboten werden handgefertigte Taschen und Kleidung in kleinen Boutiquen in Turku.

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