Stockholms Domkirche Storkyrkan

Sankt Nikolai kyrka

Die Stokyrkan ist die älteste Kirche Stockholms (© vvoe - Fotolia.com)

Adresse:
Trångsund 1,
111 29 Stockholm, Schweden

Tickets & Touren

Sie ist dem Schutzpatron der Seefahrer, dem heiligen Nikolaus geweiht, wird aber nur selten als Sankt Nikolai kyrka bezeichnet. Bekannter ist sie als Storkyrkan, was schlicht nichts anderes als „große Kirche" bedeutet. Im Jahr 1942 wurde sie zur Domkirche der Diözese Stockholm erhoben.

Krönungsort zahlreicher schwedischer Monarchen

Kein Geringerer als der Gründer Stockholms, ein gewisser Birger Jarl soll am Bau der Storkyrkan beteiligt gewesen sein, der bereits in der Mitte des 13. Jahrhunderts erfolgte. Als Standort wurde der höchste Platz auf der Insel Stadsholmen erwählt, der Insel, auf der sich bis heute die Gamla Stan, die Altstadt von Stockholm befindet.

Umgeben vom Königlichen Schloss und dem Schlossplatz an der Nordostecke der Altstadt und dem am Markt liegenden Gebäude der ehemaligen Börse, in der sich gegenwärtig das Nobelmuseum befindet, wurde Storkyrkan nach umfangreichen Um- und Erweiterungsbauten, die in den nächsten zwei Jahrhunderten ihres Bestehens erfolgten, ab dem 15. Jahrhundert zur Krönungskirche der schwedischen Monarchen.

Bis zum Jahr 1907 diente die St. Nikolai Kirche als Krönungskirche, in der 1976 Schwedens derzeitiger König Carl XVI. Gustav seine deutsche Ehefrau heiratete und in der 2010 die Trauung der Kronprinzessin, seiner Tochter Victoria mit Daniel Westling erfolgte.

Ein architektonisch mehrfach verändertes Gotteshaus

Um das Jahr 1480 hatte die im Stil der Backsteingotik als fünfschiffige Hallenkirche ausgelegte Storkyrkan ihre heutige Größe einschließlich ihres 66 Meter hohen Kirchturms erreicht. Nach weiteren kleineren Veränderungen wurden vor allem nach der Fertigstellung des benachbarten Schlosses zahlreiche Veränderungen an der alten Bausubstanz vorgenommen, um das Erscheinungsbild der Kirche den neuzeitlichen Bauten anzupassen. Dies trug dazu bei, dass Stockholms Altstadt heute sehr harmonisch, fast wie aus einem Guss wirkt.

Mitte des 18. Jahrhunderts erhielt die Storkyrkan ihr barockes Erscheinungsbild mit einer verputzten Fassade.

Silberaltar und wertvolle Skulpturengruppe

Die heutige Domkirche präsentiert sich ihren Besuchern mit einer kostbaren Innenausstattung. Zu dieser gehört ihr aus Ebenholz gefertigter Altar aus dem 17. Jahrhundert, der ein Triptychon darstellt, das mit mehreren Silberreliefs verziert ist. Die silbernen Reliefs führten zu seiner bezeichnung als Silberaltar. Ein kostbarer siebenarmiger Leuchter aus Bronze stammt wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert.

Als wertvollstes Kunstwerk gilt die von einem Lübecker Meister Ende des 15. Jahrhunderts gefertigte Skulpturengruppe aus Eichenholz, die den Kampf des hl. Georg mit dem Drachen darstellt. Daneben schmücke zahlreiche Gemälde, eine barocke Kanzel und die mit einem reich verzierten Prospekt ausgestattete Orgel den prachtvollen Innenraum der Stockholmer Storkyrkan.

Anzeige

Lage und Anfahrt:

Sehenswürdigkeiten in der Nähe