Ales stenar in Ystad

Ales Stenar

Ales Stenar muss man gesehen haben (Conny Fridh/imagebank.sweden.se)

Adresse:
Kåseberga,
27178 Ystad, Schweden
Region: Südschweden
Provinz: Skåne

Die Provinz Skåne län nimmt den südöstlichsten Zipfel von Schweden ein. Hier, wo sich bis zum Ende des 17. Jahrhunderts die zu Dänemark gehörende historische Provinz Schonen befand, liegt die kleine Küstenstadt Ystad, von wo aus Fähren nach Swinemünde und Bornholm verkehren.

Von Ystadt aus führt eine Straße parallel zur Ostseeküste in südöstlicher Richtung bis in den etwa 18 Kilometer entfernten Ort Kåseberga. Er befindet sich auf einer Landzunge, die von einer relativ hohen Steilküste umgeben ist. Von diesem Fischerdorf aus führt ein etwa 15-minütiger Fußweg zur viel besuchten Touristenattraktion Ales Stenar.

Schwedens größte und am besten erhaltene Schiffssetzung

Ales stenar liegt auf einem Hügel unmittelbar an der Ostseeküste. Auf diesem befindet sich eine aus 59 Steinen bestehende Schiffssetzung. Diese Bezeichnung erhielt die Steingruppe, da die Steine eine Fläche von etwa 70 x 20 Meter in Form eines Schiffsrumpfes begrenzen. Das Alter dieser größten und sehr gut erhaltenen Schiffssetzung Skandinaviens wird auf circa 1.500 Jahre geschätzt. Diese Zeitangabe basiert auf Analysen, die an Resten verbrannter Menschenknochen und an Holzkohle vorgenommen werden konnten, die auf dem Gelände der Anlage Ales stenar, die oft auch als „schwedisches Stonehenge" bezeichnet wird, gefunden wurden.

Ales stenar - eine von Geheimnissen umwobene Sehenswürdigkeit

Konnte die Entstehung der Anlage so noch einigermaßen verlässlich zwischen 500 und 800 n. Chr. eingegrenzt werden, wird über die Bedeutung von Ales stenar bis heute gestritten. So wirf allein die Tatsache viele Fragen auf, die nach der Herkunft der 59 Steine gestellt wird. Sie bestehen zum Teil aus Sandstein, der aus verschiedenen Vorkommen stammt aber auch aus Porphyr und Granit. Wie und wozu gelangten diese unterschiedlichen Steine an diesen Ort? Einige von ihnen scheinen im Laufe der Jahrhunderte auch ausgetauscht beziehungsweise räumlich verändert worden sein. Auch wurden bei der ersten großen Renovierung der Schiffssetzung im Jahr 1916 mit großer Wahrscheinlichkeit Veränderungen an der Anordnung der Steine vorgenommen.

Grabmonument oder astronomische Uhr?

Aus der erstmals im 18. Jahrhundert erfolgten Dokumentation der Anlage kann ihr sowohl eine Bedeutung als überdimensionales Grabmonument, als eine Art Sonnenkalender oder auch die einer alten astronomischen Uhr zugesprochen werden. Auch bestehen Hinweise darauf, dass Ales stenar ein Teil einer wesentlich größeren Anlage gewesen sein könnte. Es wäre aber auch denkbar, dass die einzelnen Steine aus bronzezeitlichen Grabanlagen gestohlen wurden und hierher in die Nähe von Ystad verbracht wurden.

Gesichert bleibt so lediglich die Tatsache, dass die Schiffssetzung gerade wegen ihrer zahlreichen bestehenden Geheimnisse eine große Aufmerksamkeit erregt, die sie zu einer beliebten touristischen Attraktion an Schwedens Ostseeküste gemacht hat.

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Lage und Anfahrt:

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