Die norwegische Königsfamilie

Wer gehört zur norwegischen Königsfamilie? König Harald, Kronprinz Haakon, Mette-Marit & Co. – Stammbaum, Thronfolge und aktuelle Entwicklungen im Überblick.
Norwegen Königsfamilie
Die Mitglieder der norwegischen Königsfamilie ( ©Jørgen Gomnæs / The Royal Court )

Das norwegische Königshaus im Überblick

Ja, Norwegen hat einen König – und zwar seit 1905 ununterbrochen. Seit 1991 ist König Harald V. das Staatsoberhaupt des Landes. Erster Thronfolger ist sein Sohn Kronprinz Haakon.

Die offizielle Residenz der norwegischen Königsfamilie ist das Königliche Schloss in Oslo (Det kongelige slott).

Das norwegische Königshaus gehört zum Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg – einen bürgerlichen Nachnamen im klassischen Sinne trägt die Familie nicht. Im Alltag werden die Mitglieder schlicht »von Norwegen« genannt.

Die offizielle Website des norwegischen Königshauses findest du unter kongehuset.no.

Mitglieder der norwegischen Königsfamilie

Zur norwegischen Königsfamilie im engeren Sinne gehören offiziell fünf Personen: König Harald und Königin Sonja, Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit sowie Prinzessin Ingrid Alexandra.

Genau wie König Harald V. haben auch seine Kinder Kronprinz Haakon und Prinzessin Märtha Louise bürgerlich geheiratet. Das hat in der norwegischen Öffentlichkeit immer wieder für Diskussionen gesorgt – besonders die Vergangenheit von Kronprinzessin Mette-Marit, die Bücher von Ari Behn (dem ersten Ehemann von Prinzessin Märtha Louise) und zuletzt die Beziehung von Märtha Louise zum amerikanischen Schamanen Durek Verrett wurden ausgiebig debattiert.

Dennoch genießt die norwegische Königsfamilie im Volk nach wie vor großes Ansehen, auch wenn die Zustimmung zur Monarchie zuletzt etwas zurückgegangen ist.

König Harald V. von Norwegen

Seit dem 17. Januar 1991 ist »Seine Majestät« König Harald V. das Staatsoberhaupt der Norweger. Er wurde am 21. Februar 1937 auf dem Gutshof Skaugum in der Gemeinde Asker bei Oslo als Sohn von König Olav V. und Kronprinzessin Märtha geboren.

Seine ersten drei Lebensjahre verbrachte der damalige Prinz auf Skaugum, bis die deutschen Truppen am 9. April 1940 in Norwegen einmarschierten. Seine Mutter, Kronprinzessin Märtha, floh mit den Kindern zunächst über die Grenze nach Schweden und später in die USA. Am 7. Juni 1945 kehrte Harald zusammen mit seiner Mutter und seinen beiden Schwestern Ragnhild und Astrid nach Norwegen zurück.

Als sein Großvater König Haakon VII. am 21. September 1957 starb, wurde Haralds Vater Olav V. König – und Harald zum Kronprinzen ernannt. 1968 heiratete er die bürgerliche Sonja Haraldsen in der Domkirche von Oslo. Sein Vater König Olav hatte der Verbindung erst nach neun Jahren zugestimmt, weil er fürchtete, eine bürgerliche Ehe könnte die Zukunft der Monarchie gefährden. Zusammen haben Harald und Sonja zwei Kinder: Prinzessin Märtha Louise (geboren am 22. September 1971) und Kronprinz Haakon (geboren am 20. Juli 1973).

Als König Olav im Frühjahr 1990 schwer erkrankte, übernahm Kronprinz Harald die Funktion als Staatsoberhaupt. Nach dem Tod König Olavs am 17. Januar 1991 wurde er wenige Tage später offiziell zum neuen König vereidigt.

In den letzten Jahren hatte König Harald mehrfach mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. 2003 erkrankte er an Blasenkrebs und wurde operiert. 2005 folgte ein Eingriff wegen einer Aortenstenose. Im Oktober 2020 wurde ihm eine neue Herzklappe eingesetzt, und im Februar 2024 erhielt er während eines Malaysiabesuchs einen Herzschrittmacher. Trotz allem nimmt der inzwischen 89-jährige König seine Pflichten weiterhin wahr, auch wenn er sein Arbeitspensum spürbar reduziert hat.

Königin Sonja von Norwegen

Königin Sonja wurde als Sonja Haraldsen am 4. Juli 1937 in Oslo geboren. Dem damaligen Kronprinzen Harald begegnete sie das erste Mal 1959. Da sie aus bürgerlichen Verhältnissen stammte, dauerte es fast ein Jahrzehnt, bis König Olav seinem Sohn die Hochzeit erlaubte.

Nach der Trauung am 29. August 1968 wurde die neue Kronprinzessin Sonja vom norwegischen Volk schnell ins Herz geschlossen. Die Königin begleitet den König bei Staatsbesuchen im Ausland und nimmt an Empfängen für ausländische Staatsoberhäupter in Norwegen teil. Sie engagiert sich außerdem stark für Kunst und Kultur.

Kronprinz Haakon

Kronprinz Haakon, geboren am 20. Juli 1973, ist der einzige Sohn von König Harald V. und Königin Sonja und damit Erster in der norwegischen Thronfolge. Er ist der jüngere Bruder von Prinzessin Märtha Louise.

Am 25. August 2001 heiratete der Kronprinz die bürgerliche Mette-Marit Tjessem Høiby in der Domkirche von Oslo. Zusammen haben sie zwei Kinder: Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus.

Haakon absolvierte Teile seiner Ausbildung an der UC Berkeley und der London School of Economics. Er spricht neben Norwegisch auch fließend Englisch und Deutsch. Als UNDP-Goodwill-Botschafter setzt er sich für nachhaltige Entwicklung ein. Der Kronprinz unternimmt jedes Jahr zahlreiche offizielle Besuche in Norwegen und im Ausland, vor allem zur Förderung von Wirtschaft, Kultur und Forschung.

Kronprinzessin Mette-Marit

Kronprinzessin Mette-Marit wurde am 19. August 1973 als Mette-Marit Tjessem Høiby in Kristiansand geboren. Den norwegischen Thronfolger Haakon lernte sie 1999 auf dem Quart-Festival in Kristiansand kennen.

In die Ehe mit Haakon brachte Mette-Marit ihren Sohn Marius Borg Høiby aus einer früheren Beziehung mit. Das stieß in der norwegischen und internationalen Öffentlichkeit zunächst auf reges Interesse und Kritik, die sich mit der Zeit jedoch weitgehend legte.

Im Oktober 2018 wurde bekannt, dass die Kronprinzessin seit einigen Jahren an einer chronischen Lungenfibrose leidet – einer unheilbaren Erkrankung, bei der Narbengewebe in der Lunge die Sauerstoffaufnahme zunehmend erschwert. Ende 2025 teilte der Palast mit, dass sich ihr Zustand deutlich verschlechtert hat. Die Ärzte am Reichshospital in Oslo haben den Prozess für eine mögliche Lungentransplantation eingeleitet. Mette-Marit musste ihren Terminkalender in der Folge erheblich reduzieren.

Prinzessin Ingrid Alexandra

Prinzessin Ingrid Alexandra wurde am 21. Januar 2004 in Oslo geboren. Sie ist die Tochter von Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit und steht an zweiter Stelle der norwegischen Thronfolge – sie wird eines Tages die erste Königin Norwegens seit über 600 Jahren sein.

Von Herbst 2014 bis Frühjahr 2019 besuchte sie die Oslo International School in Bekkestua. Anschließend verbrachte sie ein Jahr an der Uranienborg-Schule in Oslo, bevor sie im Herbst 2020 auf die Elvebakken-Oberschule in Oslo wechselte. Im Juni 2023 feierte die Prinzessin ihre offizielle Volljährigkeit mit einem großen Galadinner im Königlichen Schloss.

Seit September 2025 studiert Prinzessin Ingrid Alexandra Sozialwissenschaften an der Universität von Sydney in Australien.

Weitere königliche Familienmitglieder

Wichtig zu wissen: Man unterscheidet in Norwegen zwischen der »norwegischen Königsfamilie« im engeren Sinne (die fünf oben genannten Personen) und der »königlichen Familie« im weiteren Sinne. Zur erweiterten königlichen Familie gehören darüber hinaus Prinz Sverre Magnus, Marius Borg Høiby (Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit aus einer früheren Beziehung), Prinzessin Märtha Louise mit ihrem Ehemann Durek Verrett und ihren drei Töchtern sowie Prinzessin Astrid, Frau Ferner – die ältere Schwester von König Harald V.

Prinzessin Ragnhild, die älteste Schwester von König Harald, verstarb im Jahr 2012.

Einen Adelstitel erhalten nur die Familienmitglieder, die in der norwegischen Thronfolge stehen oder zur engeren königlichen Familie gehören.

Prinz Sverre Magnus

Prinz Sverre Magnus wurde am 3. Dezember 2005 in Oslo geboren. Er ist der Sohn von Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit und steht an dritter Stelle der norwegischen Thronfolge. Von 2014 bis 2020 besuchte der Prinz die private Montessori-Schule in Oslo, anschließend das Gymnasium Elvebakken.

Im Herbst 2025 verließ Sverre Magnus Norwegen und lebt derzeit in Mailand, wo er sich im Bereich Film und Fotografie ausprobiert.

Marius Borg Høiby

Marius Borg Høiby wurde am 13. Januar 1997 geboren. Er ist der älteste Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit aus einer Beziehung vor ihrer Ehe mit Kronprinz Haakon. Marius trägt keinen Adelstitel und ist kein offizielles Mitglied des norwegischen Königshauses, gehört aber zur erweiterten königlichen Familie.

Seit August 2024 sorgt Marius für erhebliche Negativschlagzeilen. Im Februar 2026 begann vor dem Gericht in Oslo der Prozess gegen ihn. Die Anklage umfasst 38 Punkte, darunter schwere Vorwürfe. Der Fall belastet das norwegische Königshaus stark und hat die öffentliche Debatte über die Zukunft der Monarchie befeuert.

Prinzessin Märtha Louise

Prinzessin Märtha Louise wurde am 22. September 1971 in Oslo geboren. Sie ist das älteste Kind von König Harald und Königin Sonja und die Schwester von Kronprinz Haakon.

Aus ihrer ersten Ehe mit Ari Behn hat sie drei Töchter: Maud Angelica (geboren am 29. April 2003), Leah Isadora (8. April 2005) und Emma Tallulah Behn (29. September 2008). Im Zuge ihres zunehmend eigenständigen öffentlichen Auftretens verzichtete Märtha Louise auf den Titel »Ihre Königliche Hoheit« und darf sich nur noch Prinzessin nennen. Die Ehe mit Ari Behn wurde im Januar 2017 geschieden. Am 25. Dezember 2019 nahm sich Ari Behn das Leben.

Im August 2024 heiratete Prinzessin Märtha Louise den amerikanischen Schamanen Durek Verrett in einer viel beachteten Zeremonie. Die Hochzeit und die Beziehung zu Verrett hatten im Vorfeld für heftige Diskussionen in Norwegen und darüber hinaus gesorgt.

Märtha Louise erfüllt weiterhin gelegentlich offizielle Aufgaben für die königliche Familie und setzt sich unter anderem für Menschen mit Behinderungen ein. Sie ist Schirmherrin mehrerer Organisationen und Autorin von Büchern und Hörbüchern.

Prinzessin Astrid, Frau Ferner

Prinzessin Astrid wurde am 12. Februar 1932 in Oslo geboren. Sie ist die ältere Schwester von König Harald V. und die jüngere Schwester der 2012 verstorbenen Prinzessin Ragnhild. Astrid heiratete 1961 den Bürgerlichen Johan Martin Ferner und trägt seitdem den Titel »Prinzessin Astrid, Frau Ferner«. Zusammen hatten sie fünf Kinder. Ihr Ehemann verstarb im Jahr 2015.

Trotz ihres hohen Alters von inzwischen 94 Jahren nimmt Prinzessin Astrid nach wie vor an ausgewählten repräsentativen Veranstaltungen des Königshauses teil, bei denen sie seit einigen Jahren auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Anrede und Titel im norwegischen Königshaus

Der König wird in Norwegen mit »Seine Majestät« angesprochen, abgekürzt »SM«. Die Königin trägt den Titel »Ihre Majestät« (»IM«). Der Kronprinz wird als »Seine Königliche Hoheit« (»SKH«) bezeichnet, seine Tochter Prinzessin Ingrid Alexandra als »Ihre Königliche Hoheit« (»IKH«).

Thronfolge in Norwegen

Die norwegische Thronfolge ist klar geregelt: Kronprinz Haakon ist der direkte Thronfolger von König Harald V. Auf ihn folgen seine Tochter Prinzessin Ingrid Alexandra (Platz zwei) und sein Sohn Prinz Sverre Magnus (Platz drei).

Das norwegische Thronfolgegesetz wurde 1991 grundlegend reformiert. Bis dahin sah es eine rein männliche Thronfolge vor. Seitdem wird auch die erstgeborene Tochter in die Thronfolge einbezogen – allerdings gilt die Neuregelung nur für nach 1991 Geborene. Deshalb steht Prinzessin Märtha Louise, obwohl sie älter als Haakon ist, nicht in der Thronfolge.

Stammbaum der norwegischen Königsfamilie

Großeltern von
König Harald V.

König Haakon VII. (1872–1957)
⚭ 1896
Prinzessin
Maud von Großbritannien und Irland (1869–1938)

Prinz Carl von Schweden (1861–1951)
⚭ 1897
Prinzessin
Ingeborg Charlotte von Dänemark (1878–1958)

Eltern von
König Harald V.

König Olav V. (1903–1991)
⚭ 1929
Prinzessin Märtha von Schweden (1901–1954)

Königspaar

König Harald V. von Norwegen (* 1937)
⚭ 1968
Königin Sonia von Norwegen (* 1937)

Kinder

Kronprinz Haakon (* 1973)
⚭ 2001
Kronprinzessin Mette-Marit (* 1973)

Prinzessin Märtha Louise (* 1971)

Enkel

Prinzessin Ingrid Alexandra (* 2004)
Prinz Sverre Magnus (* 2005)
(Marius Borg Høiby (* 1997))

Maud Angelica Behn (* 2003)
Leah Isadora Behn (* 2005)
Emma Tallulah Behn (* 2008)

Wo leben die norwegischen Royals?

Der offizielle Sitz der königlichen Familie befindet sich im Königlichen Schloss in Oslo. Hier finden die meisten offiziellen Veranstaltungen statt. Weitere Residenzen gibt es in Trondheim (Stiftsgården), Bergen (Gamlehaugen) und Stavanger (Ledaal).

Das Kronprinzenpaar lebt seit 2003 auf dem Gut Skaugum in Asker nahe Oslo, das sich im Privatbesitz der königlichen Familie befindet. Skaugum diente schon in den 1930er-Jahren als Wohnsitz des damaligen Kronprinzenpaares Olav und Märtha und hat für die Familie eine lange Tradition.

Der Begriff »Skaugum-Frau« ist übrigens im Norwegischen umgangssprachlich zum Ausdruck für eine wohlhabende, privilegierte Hausfrau geworden – nicht immer schmeichelhaft gemeint.

Die Aufgaben des norwegischen Königs

Das norwegische Königshaus hat – wie die meisten europäischen Monarchien – vor allem repräsentative Pflichten. Der König ist gleichzeitig der formelle Oberbefehlshaber der norwegischen Streitkräfte und hat in der Regel eine militärische Ausbildung genossen.

Formal kann der amtierende König Regierungen entlassen und neue Minister berufen. Aus der Tagespolitik hält er sich aber traditionell heraus, wird von der Regierung jedoch ständig auf dem Laufenden gehalten.

Um es mit deutschen Verhältnissen zu vergleichen: Der König nimmt in etwa die Position ein, die bei uns der Bundespräsident innehat. Er unterzeichnet Gesetze, ist für Begnadigungen zuständig und hat vor allem repräsentative Aufgaben – er weiht beispielsweise Gebäude ein, besucht Pflegeeinrichtungen, Schulen und karitative Einrichtungen, eröffnet Museen und vieles mehr.

Finanzierung des norwegischen Königshauses

Das norwegische Königshaus wird über den Staatshaushalt finanziert. Der König und der Kronprinz erhalten eine jährliche Apanage, die vom Parlament (Storting) bewilligt wird. Damit werden die Gehälter der Angestellten, offizielle Reisen, Repräsentationspflichten und der Unterhalt der königlichen Residenzen bestritten.

Im internationalen Vergleich gilt das norwegische Königshaus als vergleichsweise bescheiden. Über das private Vermögen der Familie ist wenig bekannt.

Eine kurze Geschichte der norwegischen Monarchie

Die Geschichte der norwegischen Monarchie reicht weit zurück. Als erster König Norwegens gilt Harald Hårfagre (»Harald Schönhaar«), ein Wikinger, der um 870 mehrere Stämme auf dem Gebiet des heutigen Norwegens vereinte. Die folgenden Jahrhunderte waren geprägt von wechselnden Herrschern, internen Machtkämpfen und Unionszeiten: Erst die Kalmarer Union mit Dänemark und Schweden, dann die lange dänische Herrschaft bis 1814 und anschließend die Union mit Schweden.

1905 löste Norwegen die Union mit Schweden auf und wurde endgültig unabhängig. Da das Land kein eigenes Königshaus mehr hatte, wählte man den dänischen Prinzen Carl zum neuen König. Dieser stellte allerdings eine Bedingung: Er wollte den Thron nur besteigen, wenn sich das norwegische Volk in einer Abstimmung für die Monarchie aussprechen würde. Fast 80 Prozent stimmten dafür.

Am 18. November 1905 nahm Prinz Carl die Wahl an und nannte sich fortan Haakon VII. – in Erinnerung an den letzten König des freien mittelalterlichen Norwegens. Sein Sohn Alexander wurde zu Olav, und über die Linie Olav V. sitzt heute Haralds Enkel auf dem Thron.

Die norwegische Königsfamilie im 2. Weltkrieg

Als die deutschen Truppen am Morgen des 9. April 1940 Norwegen angriffen, konnten die königliche Familie, die Regierung und die meisten Parlamentsabgeordneten rechtzeitig aus Oslo fliehen.

König Haakon VII. verweigerte sich anschließend den deutschen Forderungen nach einer neuen, deutschfreundlichen Regierung – eine Entscheidung, die bis heute als Schlüsselmoment der norwegischen Geschichte gilt.

König Haakon, Kronprinz Olav und die norwegische Regierung zogen zusammen in den Norden des Landes, um gemeinsam mit den Alliierten den militärischen Kampf fortzusetzen. Als die Alliierten sich zurückzogen, entschied sich der König, das Land zu verlassen. Am 7. Juni 1940 ging es ins Exil nach London. Von dort koordinierte die Exilregierung den norwegischen Widerstand für die nächsten fünf Jahre.

Kronprinzessin Märtha floh mit den drei Kindern des Kronprinzenpaares im April 1940 zunächst über die Grenze nach Schweden. Im August 1940 reisten sie auf Einladung von US-Präsident Franklin D. Roosevelt weiter in die Vereinigten Staaten. Die Beziehung zwischen Kronprinzessin Märtha und Roosevelt ist historisch gut dokumentiert und gab immer wieder Anlass zu Spekulationen über die Natur ihrer Freundschaft.

Deutschland kapitulierte am 8. Mai 1945. Kronprinz Olav und einige Minister kehrten bereits am 13. Mai zurück. König Haakon folgte zusammen mit Kronprinzessin Märtha und den Kindern am 7. Juni 1945 – auf den Tag genau fünf Jahre nach der Abreise ins Exil. Die Norweger feierten die Rückkehr der Königsfamilie überschwänglich.

Aktuelles aus dem norwegischen Königshaus

Das norwegische Königshaus durchlebt derzeit eine der turbulentesten Phasen seiner Geschichte. Kronprinzessin Mette-Marits verschlechterter Gesundheitszustand und die Vorbereitung auf eine mögliche Lungentransplantation bewegen die norwegische Öffentlichkeit. Gleichzeitig hat der Prozess gegen Marius Borg Høiby im Februar 2026 das Königshaus in eine schwere Krise gestürzt.

Hinzu kommen Berichte über frühere Kontakte von Kronprinzessin Mette-Marit zu Jeffrey Epstein, die 2025 und 2026 neue Aufmerksamkeit erfahren haben.

König Harald V. ist mit seinen 89 Jahren der älteste regierende Monarch Europas. Seine gesundheitlichen Einschränkungen werfen zunehmend die Frage auf, wann Kronprinz Haakon die Nachfolge antreten wird.

Trotz aller Turbulenzen hat das norwegische Parlament (Storting) im Februar 2026 einen Antrag auf ein Referendum zur Abschaffung der Monarchie mit klarer Mehrheit abgelehnt. Die Monarchie bleibt damit fest in der norwegischen Verfassung verankert.

Häufige Fragen zur norwegischen Königsfamilie

Wie heißt der König von Norwegen?

Der aktuelle König von Norwegen heißt Harald V. Er regiert seit dem 17. Januar 1991.

Wie heißt die Königin von Norwegen?

Die norwegische Königin heißt Sonja. Sie wurde als Sonja Haraldsen am 4. Juli 1937 geboren.

Wie heißt die norwegische Königsfamilie mit Nachnamen?

Die norwegische Königsfamilie gehört dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg an. Einen bürgerlichen Nachnamen im üblichen Sinne führen die Mitglieder nicht. In der Öffentlichkeit werden sie als »von Norwegen« bezeichnet.

Wer ist Thronfolger in Norwegen?

Thronfolger ist Kronprinz Haakon, gefolgt von seiner Tochter Prinzessin Ingrid Alexandra (Platz 2) und seinem Sohn Prinz Sverre Magnus (Platz 3).

Wie viele Kinder hat Mette-Marit?

Kronprinzessin Mette-Marit hat drei Kinder: Marius Borg Høiby (* 1997) aus einer früheren Beziehung sowie Prinzessin Ingrid Alexandra (* 2004) und Prinz Sverre Magnus (* 2005) mit Kronprinz Haakon.

Hat Kronprinz Haakon Geschwister?

Ja, Haakon hat eine ältere Schwester: Prinzessin Märtha Louise, geboren am 22. September 1971.

Ist Norwegen ein Königreich?

Ja, Norwegen ist eine konstitutionelle Monarchie. Das bedeutet, dass der König das Staatsoberhaupt ist, die eigentliche politische Macht aber beim Parlament (Storting) und der Regierung liegt. Norwegen ist seit der Unabhängigkeit 1905 ununterbrochen ein Königreich.

Norwegischer König mit 6 Buchstaben?

HARALD – der aktuelle König heißt Harald V. Frühere norwegische Könige mit geläufigen Kreuzworträtsel-Antworten sind HAAKON (6 Buchstaben) und OLAV (4 Buchstaben).

Norwegische Königin mit 5 Buchstaben?

SONJA – Königin Sonja von Norwegen.