Geschichte von Schweden

Schweden wurde bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. erwähnt. Bezeichnet als das Land der gefrorenen Seen und der Mitternachtssonne. Aus den Rentierhirten wurden im 9. Jahrhundert die gefürchteten Wikinger. Im 17. Jahrhundert beherrschte Schweden die gesamten Regionen der Ostsee. Nach der Einnahme durch Russland im Jahr 1809 übernahm das Land fortan eine friedlichere Rolle in der Weltgeschichte.
Geschichte Schweden
Das Stockholmer Blutbad im Jahr 1520

Schweden: Kurze Geschichte des größten Landes Skandinaviens

Schweden ist das größte Land Skandinaviens, das trotz seiner fast inselartigen Lage jedoch aufs engste mit den übrigen europäischen Ländern verbunden ist. Wer die absolute Stille und Einsamkeit sucht, ist in Schweden am Ziel, denn mit über 450.000 Quadratkilometern und nicht einmal neuneinhalb Millionen Einwohnern findet man genügend Gebiete, in denen man tagelang keinem Menschen begegnet. Seinen Namen „Sverige“, so die schwedische Bezeichnung für Schweden (das g wird in Sverige wie ein j gesprochen) hat das Land von dem Volksstamm der Svear erhalten, die etwa seit dem Jahr 300 in Mitteleuropa nachweisbar sind. Von ihrer Kultur zeugen Kultstätten und Grabhügel bei Uppsala, wo um das 5. und 6. Jahrhundert das Zentrum der Macht lag. Bis zum 10. Jahrhundert gelang es den Svearn, die im Gebiet des Vänersees lebenden nordgermanischen Gauten sowie die Inseln Gotland und Öland unter ihre Herrschaft zu bringen. Aus diesem um 1100 vollendeten Svea Rike wurde Sverige, das heutige Schweden.

Schweden unter norwegisch-dänischer Herrschaft

Ende des 14. Jahrhunderts geriet Schweden unter die Herrschaft der norwegisch-dänischen Königin Margarete I. Die 1397 in der Kalmarer Union besiegelte Aufgabe der schwedischen Eigenstaatlichkeit und das brutale Vorgehen der dänischen Machthaber wollten die Schweden nicht hinnehmen. Als der dänische König Christian II. 1520 im „Stockholmer Blutbad“ am Stortorget in Gamla Stan hundert schwedische Adlige, Anhänger der nationalen Widerstands, hinrichten ließ, kam es zum offenen Aufstand, in dem Gustav Eriksson Wasa Schweden von der dänischen Herrschaft befreite. 1523 wurde er als Gustav I. zum König von Schweden gewählt. Dies war der Beginn des schwedischen Nationalstaats, der unter Gustav II. Adolf im 17. Jahrhundert zur Großmacht im Norden Europas aufstieg und über 100 Jahre lang ganz Finnland, Provinzen Dänemarks und Norwegens, große Gebiete der Ostseeländer und Teile Norddeutschlands beherrschte.

Der schwedische Wohlfahrtsstaat

Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten Ideen sozialer Reformen weite Verbreitung und Popularität erlangt. Die von der 1889 gegründeten Sozialistischen Arbeiterpartei geforderte soziale Erneuerung bildete in den 1920er Jahren die Basis für einen Wohlfahrts- und Sozialstaat. Aus dieser Zeit stammt die von dem Sozialdemokraten und späteren Ministerpräsidenten Per Albin Hansson formulierte Idee des „Volksheimes Schweden“, in dem die Gemeinschaft des Volkes dafür Sorge tragen soll, dass möglichst jeder einzelne ein Leben in sozialer Sicherheit und in Wohlstand führen kann – auch das Recht auf angemessenes Wohnen war Teil der Idee. In den folgenden Jahrzehnten wurde Schweden zu einem Wohlfahrtsstaat weiterentwickelt.

Schweden im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts verfolgt das Land eine Politik strikter Neutralität, die bis zum heutigen Tag verhindert hat, dass es in Kriege hineingezogen wurde – auch nicht in den Zweiten Weltkrieg. Während deutsche Truppen in das ebenfalls neutrale Dänemark und Norwegen einmarschierten, gelang es Schweden mit Glück und Taktik, sich aus dem Kriegsgeschehen herauszuhalten. Die Zugeständnisse zu denen es sich bereit erklärte (Truppen- und Gütertransport der deutschen Wehrmacht von und nach Norwegen über schwedisches Territorium) wurden jedoch national und international kritisiert. Nach dem Krieg lehnte Schweden eine Mitgliedschaft in der NATO ab, engagierte sich aber in der internationalen Szene und bei den Vereinten Nationen – das Land gewährte beispielsweise Hunderttausenden von Flüchtlingen und politisch Verfolgten Asyl.

Schweden heute – ein Land mit hohem Lebensstandard

Demokratie und Gleichheit werden in Schweden groß geschrieben. Das Land ist sowohl Erbmonarchie als auch parlamentarische Demokratie. Der König als Staatsoberhaupt hat zwar keine politische Macht (die neue Verfassung von 1974 entmachtete den König in politischer Hinsicht völlig), gilt aber weltweit als Repräsentant Schwedens – und die Schweden lieben ihre Königsfamilie. Seit 1995 ist Schweden Mitglied in der EU, bei einer Volksabstimmung 2003 entschied sich aber eine klare Mehrheit der Schweden gegen die Einführung des Euros. Schweden gehört zu den reichsten Ländern der Welt. Und auch trotz der wirtschaftlichen Krise hat sich daran nichts geändert – der der Großteil der schwedischen Bevölkerung ist relativ wohlhabend.

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Schweden 20. Jahrhundert

Der Erste Weltkrieg war ein wichtiger Faktor für die Wandlung Schwedens vom „Armenhaus Europas“ um 1900 zu einem der reichsten Staaten der Welt. Die Nachfrage nach schwedischen Produkten nahm erheblich zu. Sie ist zu großen Teilen dem schwedischen Pionierreichtum und dem schwedischen Erfindungsreichtum zu verdanken. Verspätet aber heftig setzte die industrielle Revolution ein.

Wikinger Schweden

Die Wikingerzeit zählt wohl zu der berühmtesten Zeitepoche Schwedens. Nun waren es die Skandinavier, die Europa Probleme bereiteten. Das Volk der Wikinger.

Um 500 v. Chr. verzeichnete man einen erheblichen Bevölkerungsrückgang aufgrund einer Klimakatastrophe und der Handelseinschränkungen der Kelten. Eine kulturelle Rückentwicklung war die Ursache. Die Sippen rückten wieder dichter zusammen, die so genannte "Germanische Stammesbildung".

Steinzeit Bronzezeit Schweden

Die Steinzeit und die Bronzezeit

Aufgrund der Eiszeit und den damit verbundenen Einwirkungen auf die Landschaften konnte sich die Natur auf den großen Geröllfeldern nur mühsam wieder regenerieren. Erste Vegetationen entwickelten sich und boten neuen Lebensraum für Tiere und Menschen.

Schweden 19. Jahrhundert

Schweden bis 1900

Aufgrund der langen Friedenszeiten wuchs die Bevölkerung rapide an. 1850 lebten bereits 3,5 Millionen Menschen in Schweden. Ca. 90 % der Bevölkerung lebte auf dem Lande. Schweden war ein reines Agrarland. Erste Industriewerke entstanden. Die Forstindustrie und das Hütten- und Grubenwesen verbreiteten sich im Land. Viele neue Städte entstanden.

Mittelalter Schweden

Mythologie, Christianisierung und das Mittelalter in Schweden

Ein großer Teil des heutigen Wissens über die Sitten und Weltansichten der Schweden wurden zum Teil durch christliche Europäer festgehalten. Die Mythologie der Schweden war geprägt von Gottheiten wie Odin, Freyr und Thor und den Gegenmächten, wie dem Fenriswolf.

Schweden Gustav Wasa

Schweden ab dem Mittelalter bis ins 18. Jh.

1523 erfolgte die Reichsgründung. Unter der Führung Gustav Vasa erfuhr das Reich einen starken sozialen und politischen Wandel. Hier liegen die Grundlagen für das moderne Schweden.

Schweden Napoleonische Kriege

Schweden und die Napoleonischen Kriege

Schweden stellte sich in den Napolonischen Kriegen auf die Seite der Engländer und wurde 1809, nach dem Sieg Frankreichs und Russlands, gezwungen Finnland an Russland abzutreten. Jean Baptiste Bernadotte wurde zum Thronfolger ernannt. Denn König Gustav II. blieb kinderlos.

Schweden 18. Jahrhundert

Die schwedische Herrschaft unter Karl XII. und Gustav III.

Nach 20 Jahren Frieden unter Karl XI. kamen die schweren Jahre unter der Herrschaft seines Sohnes Karl XII. Ein Mehrfrontenkrieg gegen Dänemark, Sachsen, Polen und Russland ging von Karl XII. aus.

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