Kiasma - Museum für zeitgenössische Kunst in Helsinki

Kiasma

Die Fassade des Kiasma in Helsinki (Kaisa Luukannel / Visit Helsinki)
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Die finnische Hauptstadt Helsinki besitzt mehr als siebzig Museen und Kunstgalerien, sodass für jedes Interessengebiet und jedes Alter wohl eine passende Ausstellung vorhanden ist. Eines der wichtigsten und interessantesten Museen und Teil der Nationalgalerie ist Kiasma, das Museum für zeitgenössische Kunst.

Faszinierende Ausstellungen und begeisternde Architektur

Kiasma, das im Zentrum von Helsinki liegt, versucht mit seinen Ausstellungen Kunst und Kultur neu zu definieren, sowie Diskussionen anzuregen. Das Museum verfügt über einheimische und internationale zeitgenössische Kunstwerke, Workshops, Theateraufführungen, Vorträge und Seminare.

Ein imposantes Bauwerk

Das Kiasma Museum sorgt durch seine geschwungene Fassade aus Aluminium und Glas für einen bemerkenswerten städtebaulichen Akzent in der finnischen Hauptstadt.

Unter dem Dach des Bauwerks vereinen sich verschiedene Galerien, ein Theater, ein Restaurant und die Ausstellungsräume, in dem internationale Gegenwartskunst ab den 60er Jahren ausgestellt wird. Das Kunstmuseum, dessen Aufgabe es ist, der Bevölkerung moderne Kunst näherzubringen, hat ein gesamtes Stockwerk als Begegnungsstätte eingerichtet. Hier treffen sich Kunstliebhaber, Touristen, Einheimische und Neugierige und tauschen sich aus.

Das imposante Bauwerk erstreckt sich über 4 Stockwerke und hat überlappende Kunstgalerien. Der Bau wurde so konzipiert, dass der Lichteinfall verbessert wird, da in Finnland das halbe Jahr Dunkelheit herrscht. Ziel des Museums ist es, die moderne Kunst einem breit gefächerten Publikum auf eine verständliche Weise nahezubringen. Auch für Kinder gibt es spezielle Räume, in denen Kunst auf eine spielerische und spannende Weise nahegebracht wird.

Ein Museum und seine kontroverse Geschichte

Der amerikanische Architekt Steven Holl hat das Kunstmuseum in den 90er Jahren konzipiert und erbaut. Zum damaligen Zeitpunkt hatten mehr als 500 Architekten ihre Ideen eingereicht. Kiasma, der Name des Museums, leitet sich von dem griechischen Buchstaben Chi ab. Er steht für Verzweigung oder Kreuzung und soll die unterschiedlichsten Kulturen zusammenbringen. Das Projekt und seine Durchführung wurden kontrovers diskutiert, da die Meinung vorherrschte, dass ein solches Gebäude nicht von einem Ausländer konzipiert werden dürfe. Sogar Unterschriften wurden gesammelt, um den Bau des Museums zu verhindern. Eine Jury beendete dieses Verhalten jedoch und im Jahr 1998 wurde das Kunstmuseum nach zweijähriger Bauzeit eröffnet.

Vom Kiasma Museum aus haben Besucher einen attraktiven Ausblick auf die Tölöö-Bucht und das Parlamentsgebäude, das malerisch auf einem Hügel thront. Direkt vor dem Museum kann das Reiterdenkmal des Marschalls Gustaf Emil Mannerheim bewundert werden. Auch das finnische Nationalmuseum und das Musikhaus sind in direkter Umgebung des Kiasma Museums angesiedelt. Folglich ist nicht nur das Kunstmuseum immer einen Besuch wert, sondern auch das geschichtsträchtige und eindrucksvolle Umland. 

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Lage und Anfahrt: