Der Vasalauf in Schweden

Der Vasalauf (schwed. Vasaloppet), das weltweit größte und spektakulärste Skilanglanglauf-Rennen findet jedes Jahr Anfang März in Schweden statt, dem Land in dem der Skilanglauf im Winter für Groß und Klein, Jung und Alt meist auf der Tagesordnung steht.

Vasalauf Schweden
Der Vasalauf findet immer am ersten Märzwochenende statt

Vasaloppet/StafettVasan

90 Kilometer in unter vier Stunden

Der Hauptlauf wird jedes Jahr am ersten Wochenende im März zwischen den Orten Sälen und Mora in der schwedischen Provinz Dalarna auf dem Vasaloppsleden ausgetragen.

Die Skilangläufer starten in 10 Startgruppen, die sich u.a. aus denen zusammensetzen, die schon im Vorfeld an anderen Rennen teilgenommen haben, sich beim Vorjahres-Vasalauf oder durch einen anderen Vorlauf in der Vasa-Woche, die Woche vor dem Vasalauf, qualifiziert haben. Die Skilangläufer müssen eine Strecke von 90 Kilometer in einer Sollzeit von 12 Stunden zurücklegen. Auf der ganzen Strecke sind insgesamt 7 Pflegestationen für die Läufer eingerichtet, an denen sie sich stärken können. Gleichzeitig wird eine Zwischenzeit aller Läufer genommen. Ist diese außerhalb der Soll-Zeit, sind diejenige für die restliche Strecke disqualifiziert und werden nach Hause gebracht.

Geschichte des Vasalaufs

Der Hintergrund des Vasalaufs ist eher ein politischer. Im 16. Jahrhundert war Schweden in einer Union mit Dänemark, die vom dänischen König geführt wurde. Die Schweden waren alles andere als erfreut darüber. Der Adelsmann Gustav Eriksson Vasa machte seinem Unmut Luft darüber und wurde gefangen genommen. Er floh in die Provinz Dalarna, wo ihn die Nachricht erreichte, dass sowohl sein Vater, Bruder und viele andere in Stockholm bei einem Aufstand vom dänischen König und seinen Soldaten umgebracht wurden. Daraufhin floh Gustav Eriksson Vasa wieder aus Dalarna, weil ihm die Bauern dort eher misstrauisch gegenüber traten. Als dann weitere Verbrechen unter dem dänischen König bekannt wurden, schickten die Bauern in Dalarna zwei ihrer schnellsten Skiläufer, um Eriksson Vasa zurückzuholen und den Widerstand vorzubereiten. Die Skiläufer erreichten ihn in Sälen und überredeten ihn, den Kampf gegen die dänische Regierung zu leiten. Zwei Jahre und einen langen Krieg später wurde Schweden wieder selbstständig. Im Jahre 1922 rief der Zeitungsredakteur Anders Pers den Vasalauf ins Leben, um an die Flucht von Gustav I. Vasa auf Skiern vor den dänischen Soldaten im Jahr 1521 zu erinnern.

Rekordgewinnner und die schnellste Zeit

Der Rekordsieger kommt aus Mora. Neunmal konnte Nils Karlsson (Spitzname: Mora Nisse) den Vasalauf zwischen 1943 und 1953 gewinnen, davon auch sieben Mal hintereinander (1945-51). Platz Zwei in der ewigen Rangliste belegt Janne Stefansson mit sieben Siegen. Der erste Nichtschwede, der den Vasalauf für sich entscheiden konnte, war der Finne Pekka Kuvaja 1954. Der erste siegreiche Nichtskandinavier war Gert-Dietmar Klause, ehemaliger mehrfacher DDR-Meister und Silbermedaillengewinner von den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck. In die Siegerliste konnte sich auch zweimal (1955 und 1960) die schwedische Skilanglauflegende Sixten Jernberg eintragen

Die schnellste jemals beim Vasalauf erreichte Zeit sind 3.38,41 Stunden, 2012 vom Schweden Jörgen Brink aufgestellt.

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