Festung Christiansholm in Kristiansand

Christiansholm festning

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Die Festung Christiansholm befindet sich im Süden Norwegens und gehört zur Stadt Kristiansand. Die Region des heutigen Kristiansand war vermutlich bereits in der Steinzeit besiedelt. Die offizielle Gründung der Stadt erfolgte 1641 durch König Kristian IV. 1666 wurde Kristiansand Garnisonsstadt und 16 Jahre später zudem Bischofssitz. Die 1672 erbaute Festung Christiansholm liegt auf einer Insel, die mittlerweile mit dem Festland verbunden ist. Als Hauptstadt des sogenannten Südlands ist Kristiansand die fünftgrößte Stadt in Norwegen.

Wie erreichst du Christiansholm am besten?

Innerhalb Norwegens ist Kristiansand mit dem Festungsbau Christiansholm durch die Fernstraße E 18 mit Oslo sowie durch die E 39 mit Stavanger verbunden. Auch ohne Auto kannst du die Stadt und die Bastion bequem mit der sogenannten Südlandbahn aus Stavanger oder Oslo sowie mit Fernbussen aus verschiedenen Städten Norwegens erreichen. Von Kristiansand aus lässt sich mit verschiedenen Fährverbindungen recht schnell die dänische Stadt Hirtshals erreichen.

Vom Kampf zur Kultur: Christiansholm gestern und heute

Der Bau der vergleichsweise kleinen Festung Christiansholm begann im Jahr 1667 und wurde 1672 abgeschlossen. Eine zunehmend unsichere politische Lage durch Konflikte mit den Nachbarländern Dänemark und Schweden ließ den Entschluss der Norweger reifen, ein stabiles Bollwerk zu errichten. Vorherige Festungen waren aus Holz gefertigt und konnten den zunehmenden Angriffen plündernder Piraten nicht mehr länger standhalten. Die kleine Insel im Osthafen von Kristiansand war der strategisch perfekte Standort für den Bau der Festung. Mit ihren fünf Meter dicken Mauern sollte sie Kristiansand verteidigen, weswegen die damaligen Bewohner mitarbeiten mussten oder den Bau durch Sondersteuern finanzieren. Vorübergehend wurde die Insel durch eine Brücke angebunden. Einige Jahre später wurde der Kanal zugeschüttet, sodass sie seither mit dem Festland verbunden ist.

Zu Kriegszwecken nutzten die norwegischen Streitkräfte Christansholm lediglich 1807 im napoleonischen Krieg. Damals schossen sie von der Bastion aus auf die englischen Kriegsgegner. Bereits 1872 wurde die Festung geschlossen und zwanzig Jahre später beim großen Stadtbrand stark beschädigt. Damals explodierte das Pulverlager der Festung. Einige Zeit später erfolgte der Wiederaufbau. Die deutschen Besetzer befestigten Christansholm im Zweiten Weltkrieg mit Beton. Dieser wurde nach Kriegsende entfernt.

Heute wird die Festung ausschließlich friedlich genutzt und dient für kulturelle Zwecke wie Kunsthandwerksausstellungen oder Konzerte.

Lage und Anfahrt:

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