Der Preikestolen am Lysefjord

Preikestolen

Der Prekestolen oder Preikestolen in Norwegen (Terje Rakke/Nordic Life AS/visitnorway.com)

Der Preikestolen ist eine natürliche Felskanzel in Ryfylke im Nordosten der südnorwegischen Provinz Rogaland. Von dem Felsplateau aus kannst du weit über den Lysefjord blicken und dabei die Aussicht auf die umliegenden Berge genießen. Das imposante Felsengebilde ist etwa 25 mal 25 Meter groß. Die Kante fällt rund 604 Meter senkrecht ab. Unter dem Preikestolen zeichnet sich die Silhouette des rund 40 Kilometer langen Lysefjords ab.

Der Preikestolen am Lysefjord zählt zu den bekanntesten Touristenattraktionen der Provinz. Jedes Jahr betreten um die 100.000 Menschen die Plattform.

So kommst du zum Preikestolen am Lysefjord

Nicht nur der Blick von der Felsenplattform aus ist ein unvergessliches Naturerlebnis, sondern auch der Weg dorthin. Der Preikestolen am Lysefjord befindet sich etwa 25 Kilometer Luftlinie von der Stadt Stavanger entfernt. Du kannst dein Ziel mit dem Boot auf einer gut ausgeschilderten Wasserstraße erreichen. Von Preikestolhytta aus, von dort, wo die Straße endet, kommst du zu Fuß über einen Wanderweg zur Anhöhe. Du musst einen steilen Höhenrücken bewältigen, ehe es nahezu ebenerdig über mit Bohlen besetzte Pfade durch einen sumpfigen Wald weitergeht. Du gelangst zur 418 Meter hohen Urskarhöhe. Von dort geht es dann über ein Feld aus Geröll zum Neverdalsskaretpass, der etwa 532 Meter hoch liegt. Auf dem letzten Stück der Strecke kommst du an einem idyllischen See vorbei.

Eine reizvolle Umgebung

Das Landschaftsbild am Preikestolen am Lysefjord ist sehr idyllisch. Die hellen Granitfelsen bilden einen lebendigen Kontrast zu den grünen Tälern, die man von der Plattform aus bewundern kann. Die Berge in der Umgebung sind über 840 Meter hoch. Zwischen den rundlichen Bergkuppen liegen blaue Seen eingebettet. Entstanden ist der Preikestolen am Lysefjord durch eine Sprengung, die der starke Forst in der Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren verursacht hat. Damals reichten die Gletscher bis hinauf zur Bergkuppe. Das in den Felsspalten gefrorene Wasser sorgte letztendlich für eine Absplitterung größerer Gesteinsteile, so dass letztendlich der Preikestolen übrig blieb.

Nur etwas für Mutige!

Das Betreten des ungesicherten Bereichs der Plattform stellt Menschen, die nicht ganz schwindelfrei sind, vor eine Herausforderung. Viele Besucher ziehen es vor, Zentimeter für Zentimeter an den Rand der Felskanzel zu robben und dann im Liegen die gigantische Aussicht auf den über 600 Meter tiefer liegenden Fjord zu genießen. Obwohl weder Geländer noch andere Absperrungen vorhanden sind, kam es auf dem Preikestolen am Lysefjord noch nie zu einem unfreiwilligen Absturz. Die einzigen Menschen, die bislang in die Tiefe gefallen waren, sind in Selbstmordabsicht hinuntergesprungen.

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Lage und Anfahrt: