Fähren in Norwegen – der große Überblick

Wenn du mit dem Auto, dem Wohnmobil oder dem Motorrad durch Norwegen reist, kommst du an Fähren nicht vorbei. Über 100 Fjordfähren verbinden Inseln, Halbinseln und gegenüberliegende Fjordseiten – und sie sind oft kein Umweg, sondern die direkteste Verbindung. Hier bekommst du den kompletten Überblick: Welche Strecken wichtig sind, was sie kosten, wie du am cleversten bezahlst und welche Fähren mittlerweile sogar gratis sind.
Fjordfähren Norwegen
Eine typische Fjordfähre im Geirangerfjord in Norwegen ( Terje Rakke/Nordic life/www.visitnorway.com )

Was kosten Fähren in Norwegen?

Die Preise für die norwegischen Inlandsfähren richten sich nach drei Faktoren: der Länge deines Fahrzeugs, der Streckenlänge (eingeteilt in Tarifzonen) und der Frage, ob du einen Rabatt in Anspruch nimmst. Personen zahlen auf den meisten Inlandsfähren übrigens nichts extra – der Fahrer ist im Fahrzeugpreis enthalten, und Mitfahrer reisen auf den allermeisten Strecken kostenlos mit.

Grob kannst du dich an diesen Größenordnungen orientieren (Stand 2026, regulärer Tarif ohne Rabatt, einfache Fahrt):

Strecke (Beispiel)Pkw bis 6 mWohnmobil 6,01–8 mGespann über 10 m
Kurze Überfahrt (10–15 Min.)ca. 80–130 NOKca. 160–260 NOKca. 320–520 NOK
Mittlere Strecke (20–45 Min.)ca. 130–280 NOKca. 260–560 NOKca. 520–1.100 NOK
Lange Strecke (45+ Min.)ca. 280–500 NOKca. 560–1.000 NOKca. 1.100–2.000 NOK

Klingt happig? Wird es auch, wenn du auf einer längeren Tour mehrere Fähren hintereinander nimmst. Genau deshalb lohnt sich ein Blick auf die Bezahl- und Rabattsysteme.

Tipp: Auf vielen Strecken bekommen Elektroautos zusätzlich bis zu 50 Prozent Rabatt auf den regulären Tarif – auf einigen Routen kommen sie damit, kombiniert mit AutoPASS for ferje, fast geschenkt rüber.

Wie bezahlst du eine Fähre in Norwegen?

Norwegen hat seine Fährbezahlung in den letzten Jahren komplett digitalisiert. Bargeld an Bord ist die absolute Ausnahme, und auf den meisten Strecken bezahlst du gar nicht mehr aktiv – stattdessen wird dein Kennzeichen erfasst und automatisch abgerechnet. Drei Systeme solltest du kennen:

1. AutoPASS for ferje – das Sparmodell

Wenn du auf deiner Tour mehrere kostenpflichtige Fähren nimmst, ist AutoPASS for ferje dein bester Freund.

Du registrierst dich vorab unter autopassferje.no, zahlst einen Mindestbetrag aufs Konto ein (Wohnmobil bis 8 m: rund 2.200 NOK Vorauszahlung, längere Gespanne entsprechend mehr) und bekommst auf nahezu allen Inlandsfähren 50 Prozent Rabatt. Restguthaben kannst du dir nach der Reise aufs Konto zurücküberweisen lassen.

2. FerryPay – die bequeme Standardlösung

Wenn dir der Aufwand mit Vorkasse zu groß ist, ist FerryPay die entspannte Alternative. Du registrierst dich unter ferrypay.no mit Kreditkarte und Kennzeichen, und bei jeder Fährfahrt wird der Preis automatisch abgebucht. Rabatte gibt es nicht, dafür ist das System kostenlos und funktioniert auf den meisten Strecken.

3. EPASS24 – die »passive« Lösung

Wenn du nichts vorbereitest, läuft die Abrechnung im Hintergrund über EPASS24, eine schwedische Inkassofirma, die für Norwegen die Rechnungen an ausländische Halter verschickt. Dein Kennzeichen wird beim Auffahren auf die Fähre gescannt, und ein paar Wochen später trudelt die Rechnung in deinem Briefkasten ein. Das funktioniert, hat aber zwei Haken:

Erstens: Bezahle die Rechnung unbedingt fristgerecht. Die Mahngebühren in Norwegen sind drastisch, aus einer 200-NOK-Überfahrt können schnell vierstellige Beträge werden. Zweitens: Ohne registrierten AutoPASS-Transponder (»brikke«), den du mit deinem Fahrzeug verknüpfst, bekommst du auf den meisten Strecken auch nicht den 10‑Prozent-Standardrabatt, den Transponder-Nutzer automatisch erhalten. EPASS24 selbst gibt oder nimmt dir diesen Rabatt also nicht – es ist die brikke, die den Unterschied macht. Für eine kurze Tour mit ein, zwei Fähren ist EPASS24 trotzdem völlig in Ordnung. Wer mehr fährt, ist mit Transponder plus AutoPASS for ferje deutlich besser dran.

Welches System passt zu mir?

  • Kurzer Trip mit ein, zwei Fähren: EPASS24 reicht, FerryPay ist komfortabler.
  • Roadtrip mit fünf oder mehr Fähren oder mit Wohnmobil: AutoPASS for ferje lohnt sich fast immer.
  • Lofoten-Anreise oder E39 von Stavanger nach Trondheim: AutoPASS for ferje ist Pflicht, sonst verschenkst du dreistellige Eurobeträge.

AutoPASS for ferje – so sparst du bis zu 50 Prozent

Die meisten Norwegen-Reisenden kennen noch das alte »Ferjekort« – die physische Plastikkarte, die man früher beim Personal vorgezeigt hat. Dieses System gibt es so nicht mehr. Seit 2019 läuft alles über AutoPASS for ferje, und seit 2025 wird die Plastikkarte praktisch nicht mehr verschickt. Stattdessen ist dein Kfz-Kennzeichen der Schlüssel: Es wird mit deinem Prepaid-Konto verknüpft, und das System erkennt dich automatisch.

So gehst du vor:

  1. Konto anlegen unter autopassferje.no – am besten zwei bis drei Wochen vor Reisebeginn.
  2. Mindestguthaben aufladen – die Höhe richtet sich nach deiner Fahrzeuglänge.
  3. Optional einen Transponder (»Brikke«) bestellen – kommt von einer der zugelassenen Ausstellergesellschaften und wird mit deinem AutoPASS-for-ferje-Konto verknüpft. Kostet ein paar Euro, lohnt sich aber, weil du damit auch die normale Maut in Norwegen abrechnen kannst.

Schon gewusst? Auch ohne AutoPASS-for-ferje-Konto bekommst du auf rund 70 Prozent der Fähren bereits 10 Prozent Rabatt, wenn du nur einen Transponder hast. Für Wenig-Reisende kann das die einfachere Lösung sein.

Wichtig für Wohnwagen-Gespanne: Hängst du an deinen Pkw (unter 6 m, unter 3,5 t) einen Anhänger, zählt die Gesamtlänge. Hängt das Gespann über 10 m, zahlst du den dreifachen Pkw-Tarif – hier rechnet sich AutoPASS for ferje fast immer.

Kostenlose Fähren in Norwegen

Eine der besten Nachrichten der letzten Jahre: Seit dem 1. Juli 2022 sind rund 70 Fährverbindungen in Norwegen komplett kostenlos. Die norwegische Regierung hat das eingeführt, um Inselgemeinschaften und abgelegene Regionen zu unterstützen. Betroffen sind vor allem Strecken mit weniger als 100.000 Passagieren pro Jahr – also tendenziell die kleineren, lokal genutzten Verbindungen.

Für dich als Reisenden heißt das: Wenn du Zeit hast und vom Hauptstrom abweichst, kannst du teils ohne einen Euro Fährgebühr durch ganze Regionen reisen. Besonders interessant: Wer mit dem Wohnmobil auf die Lofoten möchte, kann die direkte (kostenpflichtige) Fähre Bodø–Moskenes umgehen, indem er den Umweg über Værøy und Røst nimmt. Diese Teilstrecken sind kostenlos – du brauchst aber Geduld, weil die Fahrpläne nicht so dicht getaktet sind.

Eine vollständige Übersicht aller kostenlosen Verbindungen findest du auf autopassferje.no.

Wichtig 2026: neue Sommertarife in Møre og Romsdal und Nordland

Achtung, das ist eine relevante Änderung für die Saison 2026: In zwei Provinzen wurden für den Sommer wieder Tarife eingeführt, weil die Kapazitäten der bislang kostenlosen Fähren von Touristen überlastet wurden – mit dem Effekt, dass Einheimische am Kai stehen blieben.

  • Møre og Romsdal: Von Mai bis August 2026 gilt auf allen Fährverbindungen ein Sommertarif für Fahrzeuge. Ausgenommen sind Vielfahrer, die innerhalb von 90 Tagen mindestens vier Fahrten auf derselben Strecke machen.
  • Nordland: Vom 1. Mai bis 31. August 2026 gilt auf den bislang kostenlosen Verbindungen ebenfalls ein Sommertarif. Die ersten sechs Fahrten pro Verbindung kosten, ab der siebten ist die Überfahrt für das Fahrzeug bis Ende August wieder kostenlos. Passagiere reisen weiterhin gratis. Ab dem 1. September 2026 sind diese Verbindungen wieder komplett kostenfrei.

Plane das also mit ein, wenn deine Route durch diese Regionen führt – und checke kurz vor Reiseantritt noch einmal die offizielle Übersicht, weil sich die Konditionen schnell ändern können.

Die wichtigsten Fjordfähren im Überblick

Fähren im Geirangerfjord

Fähre Geiranger – Hellesylt

Die rund 20 km lange Verbindung im Geirangerfjord gehört zu den landschaftlich schönsten Routen ganz Norwegens. Auf der Überfahrt gleitest du an den »Sieben Schwestern«, am »Freier« und an verlassenen Bergbauernhöfen vorbei – kein Wunder, dass der Fjord seit 2005 zum UNESCO-Welterbe gehört. Auch ohne Auto lohnt sich die Tour als Mini-Kreuzfahrt.

Seit April 2026 betreibt Fjord1 die Strecke mit den beiden »Classic Ferries« MF Veøy (Baujahr 1974) und MF Bolsøy (Baujahr 1971). Beide Schiffe sind klassische Dieselfähren mit ordentlich Geschichte – die »Veøy« hat zu ihrem 50. Jubiläum 2024 zwar neue Hauptmotoren und Akkupuffer für den Bordstrom bekommen, aber rein elektrisch fährst du auf dieser Linie nicht. Wer das ganz leise und emissionsfrei haben will, wird hier vermutlich erst in den nächsten Jahren bedient, wenn auch der Geirangerfjord schrittweise auf elektrische Schiffe umgestellt wird.

  • Häufigkeit: vier- bis achtmal täglich (April bis Oktober)
  • Fahrzeit: ca. 65 Minuten
  • Preise (Stand 2026): ca. 420 NOK pro Person, ab ca. 810 NOK mit Fahrzeug (einfache Fahrt)
  • Größe: 345 Passagiere, 50–60 Autos
  • Betreiber: Fjord1 (seit 1. April 2026 mit den Elektrofähren MF Veøy und MF Bolsøy)
  • Tipp: Reservierung dringend empfohlen, gerade in der Hauptsaison.

Fähren im Sognefjord

Fähre Lavik – Oppedal (E39)

Auf dieser Strecke wurde 2015 die weltweit erste emissionsfreie elektrische Autofähre in Betrieb genommen – eine kleine Sensation. Heute gehört die Verbindung zu den meistgenutzten E39-Fähren überhaupt.

  • Häufigkeit: tagsüber alle 20 bis 30 Minuten
  • Fahrzeit: ca. 20 Minuten
  • Preise (Stand 2026): ab ca. 110 NOK mit Pkw
  • Größe: 350 Passagiere, 120 Autos
  • Betreiber: Norled

Fähre Mannheller – Fodnes

Die zwei modernen Hybridfähren auf dieser Verbindung sind das Bindeglied der Riksvei 5 (Rv5) zwischen Sogndal, Kaupanger und Lærdal in der Provinz Vestland.

  • Häufigkeit: tagsüber alle 20 Minuten
  • Fahrzeit: ca. 15 Minuten
  • Preise (Stand 2026): ab ca. 69 NOK mit Pkw
  • Größe: 300 Passagiere, 120 Autos
  • Betreiber: Norled

Fähre Vangsnes – Hella – Dragsvik

Das Drei-Häfen-Dreieck mitten im Sognefjord verbindet die Halbinseln um Balestrand und ist eine der landschaftlich schönsten Kurzfähren des Landes.

  • Häufigkeit: mehrmals stündlich
  • Fahrzeit: ca. 15–25 Minuten je nach Route
  • Preise (Stand 2026): ab ca. 90 NOK mit Pkw
  • Betreiber: Norled

Fähren im Hardangerfjord

Fähre Jondal – Tørvikbygd

Die Fährverbindung gehört zur Norwegischen Landschaftsroute »Hardanger« und ist Teil einer der spektakulärsten Touristenrouten überhaupt.

  • Häufigkeit: stündlich
  • Fahrzeit: ca. 20 Minuten
  • Preise (Stand 2026): ab ca. 88 NOK mit Pkw
  • Größe: 295 Passagiere, 130 Autos
  • Betreiber: Fjord1

Fähren im Oslofjord

Fähre Moss – Horten

Südlich von Oslo verkehrt die verkehrsreichste Fährstrecke Norwegens. Mehrere Schiffe auf dieser Route fahren rein elektrisch – und Fußgänger sowie Radfahrer kommen sogar gratis mit.

  • Häufigkeit: tagsüber alle 15 bis 30 Minuten
  • Fahrzeit: ca. 30 Minuten
  • Preise (Stand 2026): Fußgänger und Radfahrer kostenlos, ab ca. 290 NOK mit Pkw (Elektroautos ab ca. 145 NOK)
  • Größe: 550–600 Passagiere, 200 Autos
  • Betreiber: Torghatten Sør
  • Tipp: Hunde sind erlaubt (auch im Innenbereich), müssen aber angeleint sein.

Fähren im Bjørnafjord (E39)

Fähre Halhjem – Sandvikvåg

Die 22 km lange Strecke verbindet Bergen mit Stord und ist eine der meistgenutzten Fährverbindungen Norwegens. Sie liegt auf der E39, der Hauptverkehrsachse der Westküste.

  • Häufigkeit: tagsüber alle 20 Minuten
  • Fahrzeit: ca. 45 Minuten
  • Preise (Stand 2026): ab ca. 176 NOK mit Pkw (Elektroautos ab ca. 123 NOK)
  • Größe: 550 Passagiere, 180 Autos
  • Betreiber: Torghatten Nord

Fähren im Boknafjord (E39)

Fähre Mortavika – Arsvågen

Wenn du die E39 von Stavanger Richtung Bergen fährst, kommst du an dieser Fähre nicht vorbei. Sie verbindet die Insel Rennesøy mit Bokn und gehört zu den großen E39-Verbindungen.

  • Häufigkeit: tagsüber alle 15 bis 30 Minuten
  • Fahrzeit: ca. 25 Minuten
  • Preise (Stand 2026): ab ca. 145 NOK mit Pkw
  • Betreiber: Fjord1

Fähren im Romsdalsfjord

Fähre Molde – Vestnes

Die wichtigste Verbindung zwischen Molde und der Halbinsel um Vestnes – und eine schöne Anreise zur Atlantikstraße oder zum Trollstigen.

  • Häufigkeit: tagsüber alle 30 Minuten
  • Fahrzeit: ca. 35 Minuten
  • Preise (Stand 2026): ab ca. 116 NOK mit Pkw
  • Betreiber: Boreal Sjø

Fähren in den Lofoten und Vesterålen

Fähre Bodø – Værøy/Røst – Moskenes

Besonders interessant für Sparfüchse mit Wohnmobil: Auf der Linie Bodø–Moskenes gibt es zwei Arten von Abfahrten. Die einen fahren direkt über den Vestfjord (kostenpflichtig), die anderen legen unterwegs Stopps in Værøy und Røst ein – und genau diese Teilstrecken Bodø ↔ Værøy/Røst und Værøy/Røst ↔ Moskenes sind seit 2022 für Fahrzeuge gratis.

Wichtig: Es reicht nicht, einfach die »Milchtour« zu buchen und durchzufahren. Bleibst du an Bord, zahlst du den vollen Tarif Bodø–Moskenes. Kostenlos wird es nur, wenn du in Værøy oder Røst tatsächlich von Bord gehst und dort auf eine andere Abfahrt wartest.

Plane dafür ein paar Stunden ein – manchmal auch eine Übernachtung, weil die Fahrpläne nicht eng getaktet sind. Dafür bekommst du als Bonus zwei der schönsten und am wenigsten überlaufenen Inseln Norwegens als Zwischenstation. Reine Fußgänger und Radfahrer reisen übrigens auch direkt zwischen Bodø und Moskenes gratis – der Trick gilt nur für Fahrzeuge.

  • Häufigkeit: mehrmals täglich
  • Fahrzeit: ca. 3 bis 3,5 Stunden
  • Preise (Stand 2026): für ein Wohnmobil 6–8 m regulär ca. 1.300 NOK, mit AutoPASS for ferje ca. 650 NOK
  • Betreiber: Torghatten Nord
  • Tipp: Reservierung dringend empfohlen, in der Hauptsaison oft Tage im Voraus ausgebucht.

Fähre Andenes – Gryllefjord

Die Sommerverbindung zwischen Vesterålen und Senja ist eine der schönsten Inselüberfahrten überhaupt – mit Glück siehst du Wale und Adler.

  • Häufigkeit: mehrmals täglich (nur Sommersaison, ca. Mai bis September)
  • Fahrzeit: ca. 1 Stunde 40 Minuten
  • Betreiber: Torghatten Nord

Fähren in Troms

Fähre Olderdalen – Lyngseidet

Wenn du die Halbinsel Lyngen erkunden willst, ist diese Fähre dein Einstieg.

  • Häufigkeit: tagsüber mehrmals stündlich
  • Fahrzeit: ca. 40 Minuten
  • Preise (Stand 2026): ab ca. 152 NOK mit Pkw
  • Betreiber: Bjørklids Fergerederi

Mit dem Wohnmobil auf Norwegens Fähren

Für Wohnmobil-Reisende sind die Fährkosten in Norwegen der mit Abstand größte versteckte Budgetposten. Was du wissen musst:

Tarifgruppen nach Fahrzeuglänge: Die Fähren rechnen nicht nach Personen, sondern nach Fahrzeuglänge. Die wichtigsten Klassen sind:

  • 6,01 bis 8,00 m: ca. das Doppelte des Pkw-Tarifs
  • 8,01 bis 10,00 m: ca. das Drei- bis Vierfache
  • 10,01 bis 12,00 m und mehr: entsprechend gestaffelt nach oben

Anhänger und Gespanne: Bei Zugfahrzeugen unter 6 m und unter 3,5 t zählt die Gesamtlänge des Gespanns. Bei Zugfahrzeugen über 6 m wird das Gespann komplett zusammengezählt – heißt: Camper plus Anhänger werden schnell richtig teuer.

Aufkleber mit Fahrzeuglänge: Viele Norweger kleben die Länge sichtbar ans Fahrzeug, weil das System manchmal falsch misst und Touristen so zu hoch eingestuft werden. Lohnt sich auch für dich – sonst musst du Reklamationen im Nachhinein über das AutoPASS-Konto laufen lassen.

Höhe und Breite: Wenn dein Fahrzeug breiter als 2,60 m oder höher als 4,50 m (inklusive Ladung) ist, zahlst du den doppelten Tarif deiner Längengruppe. Das betrifft vor allem Reisemobile mit Markisen oder Aufdach-Trägern.

Spar-Faustregel: Ab drei bis vier Fähren auf einer Wohnmobil-Tour rechnet sich AutoPASS for ferje fast immer. Bei einer Lofoten-Tour mit Bodø–Moskenes hin und zurück sparst du allein hier rund 80 Euro.

Fahrpläne und nützliche Links

Die Fahrpläne der einzelnen Verbindungen findest du am verlässlichsten direkt bei den Reedereien. Hier die wichtigsten Anlaufstellen:

Geirangerfjord

Sognefjord

Hardangerfjord

Oslofjord

E39

Lofoten und Nordnorwegen

Allgemeine Übersicht

  • autopassferje.no – offizielle Übersicht aller Verbindungen, kostenloser Fähren und Tarife
  • ferrypay.no – komfortable Bezahlung ohne Vorkasse

FAQ – Häufige Fragen zu Fähren in Norwegen

Was kosten Fähren in Norwegen?

Eine kurze Fjordüberfahrt (10–15 Minuten) kostet für einen Pkw etwa 80 bis 130 NOK, eine längere Strecke wie Halhjem–Sandvikvåg ab ca. 230 NOK. Wohnmobile zahlen ungefähr das Doppelte. Mit AutoPASS for ferje sparst du auf den meisten Verbindungen 50 Prozent.

Wie bezahle ich die Fähre in Norwegen?

Du hast drei Optionen: AutoPASS for ferje (Prepaid mit 50 Prozent Rabatt), FerryPay (automatische Abbuchung von der Kreditkarte ohne Rabatt) oder EPASS24 (passive Rechnung an deine Heimatadresse). Bargeld oder Kartenzahlung an Bord ist mittlerweile die Ausnahme.

Welche Fähren in Norwegen sind kostenlos?

Seit 2022 sind rund 70 Fährverbindungen kostenlos – vor allem Strecken zu kleineren Inseln und in abgelegene Regionen. In der Sommersaison 2026 gelten in Møre og Romsdal und Nordland allerdings wieder Sommertarife. Eine vollständige Übersicht findest du auf autopassferje.no.

Was ist günstiger: AutoPASS for ferje oder FerryPay?

AutoPASS for ferje ist günstiger, weil du 50 Prozent Rabatt bekommst. FerryPay ist nur bequemer, weil du keine Vorkasse brauchst und die Anmeldung schneller geht. Faustregel: Ab drei bis vier Fähren lohnt sich AutoPASS for ferje fast immer.

Wie viel kostet eine Fähre für ein Wohnmobil in Norwegen?

Das hängt von der Fahrzeuglänge und der Strecke ab. Ein Wohnmobil zwischen 6 und 8 m Länge zahlt etwa das Doppelte des Pkw-Tarifs, ab 8 m das Drei- bis Vierfache. Auf der Lofoten-Fähre Bodø–Moskenes zahlst du regulär rund 800 NOK, mit AutoPASS for ferje rund 400 NOK.

Sind Hunde auf den Fähren in Norwegen erlaubt?

Ja, Hunde dürfen auf allen Inlandsfähren mit – meist auch in den Innenbereichen, sofern sie angeleint sind. Auf der Fähre Moss–Horten gibt es teilweise eigene Hundebereiche an Deck.

Muss ich die Fähre vorab buchen?

Bei den meisten Inlandsfähren stellst du dich einfach in die Schlange am Kai. Reservierung lohnt sich aber bei stark frequentierten Verbindungen wie Geiranger–Hellesylt und Bodø–Moskenes, besonders in der Hauptsaison von Mitte Juli bis Mitte August.

Was passiert, wenn ich die Rechnung nicht bezahle?

Die Mahngebühren in Norwegen sind drastisch – aus einer 200-NOK-Überfahrt können schnell 1.000 NOK und mehr werden. Wenn du eine EPASS24-Rechnung bekommst, bezahle sie unbedingt fristgerecht, auch wenn sie erst Wochen später eintrifft.