Schweden
Norwegen
und Finnland

Für alle neugierigen Norweger ist es der spannendste Moment des Jahres - die Veröffentlichung der jährlichen Einkünfte und des Vermögens eines jeden norwegischen Steuerzahlers.
Was in den meisten Ländern auf der Welt undenkbar wäre, ist in Norwegen ganz normal. In der skattelister (Steuerliste) finden sich einfache Arbeiter, Prominente und auch alle Politiker des Landes. Die Steuerliste ist gesetzlich vorgeschrieben, um die norwegische Tradition der Transparenz beizubehalten.
Für Nicht-Skandinavier scheint das eine schwere Verletzung der Privatsphäre zu sein, viele Norweger hingegen verteidigen das System gegenüber Kritikern als Bestandteil einer offenen Demokratie. Heimische Medien berichten jedes Jahr in großen Schlagzeilen, wer die reichsten Personen des Landes sind und wie viel bekannte Stars im Jahr verdienen.
Doch es gibt auch Kritiker der Offenheit. Jon Stordrange, Direktor des norwegischen Bund der Steuerzahler, ist der Meinung, dass die Liste auch Kriminellen hilft reiche Opfer leichter zu finden. Auch die Kinder armer Eltern leiden darunter, wenn ihre Mitschüler über die Einkommensverhältnisse deren Eltern informiert sind.
Der reichste Mann Norwegens
Tabak-Mogul Johan Henrik Andresen besitzt ein Vermögen von 10,5 Milliarden NOK (ca. 1,27 Milliarden Euro) und verdrängte damit den Unternehmer Kjell Inge Røkke (8,15 Milliarden NOK) von Platz 1. Die reichste Frau ist die Finanzinvestorin Tone Bjørseth-Andersen (554.000 Millionen NOK) auf Platz 25.
Premierminister Jens Stoltenberg hat im Jahr 2008 knapp 1,1 Millionen NOK (137.000 Euro) verdient. Die mit Abstand am meisten nachgefragte Person ist aber Tjostolv Moland, der zusammen mit einem weiteren Norweger im September im Kongo zum Tode verurteilt wurde. Sein Einkünfte lagen 2008 bei nicht einmal 10.000 NOK.
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[...] Vermitteln Profile auf internetbasierten sozialen Netzwerken wie StudiVZ oder Facebook ein verfälschtes, selbstidealisiertes oder ein sehr genaues Bild der Persönlichkeit der Profilinhaber? Diese Fragestellung verfolgt eine psychologische Studie, deren Ergebnisse voraussichtlich im März im Psychological Science Journal vorgestellt werden. Am internationalen Forschungsprojekt beteiligt ist unter anderem Dr. Mitja Back von der Johann-Gutenberg-Universität Mainz, der Rede und Antwort stand.Im Jahr 2006 nutzten weltweit 700 Millionen Menschen das Internet. Heute gibt es weltweit mindestens genau so viele Nutzer mit einem eigenen Social-Network-Profil. Schon 2008 hatten 42% aller Internetnutzer sich bei mindestens einem Sozialen Netzwerk registriert. Das Gesicht des Internets hat sich nachhaltig verändert – es ist heute normal, seine Persönlichkeit und Identität online zu veröffentlichen. Das Netz wird zu einem gigantischen globalen Telefonbuch, das auch Auskunft über persönliche Vorlieben und politische Interessen geben kann. Nicht nur das: In Norwegen werden sogar das Einkommen und das Vermögen jedes einzelnen Bürgers über das Internet veröffentlicht. [...]
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