Autofahren im Winter in Schweden

Autofahren im Winter kann bei Schnee und Eis eine echte Herausforderung sein. In Schweden solltest du deshalb im Winter immer gut vorbereitet ins Auto steigen und auch die gesetzlichen Bestimmungen kennen.

Autofahren Winter Schweden
Eine winterliche Straße in Schweden

© Andreas Gradin - Fotolia.com

Tipps zum Autofahren im schwedischen Winter

In einem schwedischen Winter fällt immer Schnee. Die regionalen Unterschiede zwischen Südschweden und Nordschweden sind aber aufgrund der geographischen Ausdehnung Schwedens ziemlich stark.

Während es im südlichen Teil auch mal schneearme Winter geben kann, musst du in Schwedisch-Lappland bis in den Frühjahr hinein mit teils heftigen Schneefällen und Temperaturen jenseits der 0-Grad-Marke rechnen.

Um sicher durch den schwedischen Winter zu kommen, ist vor allem die richtige Ausrüstung wichtig.

Winterreifen

Zwischen dem 01. Oktober und 31. März gilt in Schweden eine Winterreifenpflicht. Die Reifen müssen mit M+S, M-S, M.S., M&S oder MS markiert sein und eine Mindestprofiltiefe von 3 mm aufweisen.

Vom 1. Oktober bis zum 15. April dürfen auch Reifen mit Spikes verwendet werden. Auch die Benutzung von Schneeketten ist in dieser Zeit erlaubt.

Die Wahl des Autos

Im schwedischen Winter ist auch nicht jedes Auto für die lokalen Straßenverhältnisse geeignet. Auf ein Auto mit Heckantrieb solltest bei Schnee und Eis verzichten. Das Heck des Fahrzeugs kann ausbrechen, wenn es im Grenzbereich bewegt wird, was bei nassem, vereisten oder matschigen Untergrund noch schneller passieren kann.

Besser ist ein Auto mit Frontantrieb und ausreichend Motorleistung, sodass du auch bei stark verschneiten Straßen gut fahren kannst. Auf der ganz sicheren Seite bist du mit einem Auto das über einen Allradantrieb verfügt. Die erhöhte Fahrstabilität erleichtert auch das Fahren mit Anhänger.

Wenn du öfter im schwedischen Winter unterwegs bist oder eine längere Fahrt durch das Land geplant hast, ist ein SUV (Sport Utility Vehicle) das ideale Fahrzeug für dich. Zudem bietet ein SUV den Vorteil, dass ihr mit ihm auch abseits der Hauptstraßen sicher unterwegs seid. Ein Abenteuer, das sich in Schweden unbedingt lohnt, denn wenn ihr euch auf die etwas holprigen Nebenstraßen und Schotterwege wagt, entdeckst du weit weg von Touristengruppen unberührte Flecken Natur.

Schweden Strasse WinterWinterlandschaft in Nordschweden (© Andreas Gradin - Fotolia.com)

Tipps zum sicheren Fahren

Bevor du losfährst, solltest du dich über die aktuellen Bedingungen auf den Straßen informieren. Große, viel befahrene Landstraßen und Autobahnen werden in Schweden schnell und regelmäßig geräumt. Auf kleineren Straßen kann das aber schon ganz anders aussehen. Bei sehr starken Schneefällen können Straßen binnen weniger Minuten eine dicke Schneedecke aufweisen.

In deinem Auto solltest du zudem über einige wichtige Utensilien verfügen, die dir in Extremsituationen helfen können.

Folgende Dinge gehören bei längeren Fahrten zur Grundausstattung:

  • Handschuhe, Decke
  • warme Getränke
  • Taschenlampe
  • Starthilfekabel, Abschleppseil, Schaufel

Auch ein ausreichender Frostschutz des Kühlwassers (mindestens bis -30 Grad) sollte nicht vergessen werden.

Gesperrte Straßen

Einige der oben genannten Dinge können dir helfen, wenn du stundenlang an einer gesperrten Straße warten musst. Vor allem in Nordschweden passiert das in den Wintermonaten regelmäßig. Meistens musst du dann auf den Schneepflug warten, der vor dir die Straße wieder freiräumt.

Fahre deshalb immer nur mit einem ausreichend gefüllten Tank los. Wenn du irgendwo stecken bleibst, kannst du dann wenigstens den Motor laufen lassen.

Wichtige Adressen / Telefonnummern

Auf der Seite des schwedischen Verkehrsamts Trafikverket wichtige findest Informationen zum Autofahren in Schweden, u.a. aktuelle Bauarbeiten und eventuelle Sperrungen. www.trafikverket.se

Notruf: 112 (Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr), Pannenhilfe: 020-91 00 40