Stockholmer Waldfriedhof

Skogskyrkogården

Das heilige Kreuz und die Gedenkhalle (Cecilia Larsson/imagebank.sweden.se)

Der erste internationale Architektenwettbewerb Schwedens sollte 1915 die Gestaltung des Waldfriedhofs Stockholm (Skogskyrkogården) hervorbringen. Der Waldfriedhof in Stockholm wurde 1994 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Geschaffen wurde die Friedhofsanlage Skogskyrkogården von den Architekten Gunnar Asplund und Sigurd Lewerentz. Dessen Entwurf „Tallum“ – aus dem lateinischen Wort tall für Kiefer – gewann den Wettbewerb. Das Konzept des Entwurfes sah die Unterordnung der Gebäude gegenüber der Landschaft – gemäß der nordischen Tradition der Zusammengehörigkeit mit der Natur.

Entgegen der traditionellen parkähnlichen Gestaltung en entschieden sich die Architekten für einen revolutionären und in der Architekturgeschichte und Friedhofskultur einmaligen Friedhof. So bestimmen Schönheit und Harmonie der Verschmelzung von Naturlandschaft, Parkgestaltung und Baukunst.

Mit der Bevölkerungszunahme Stockholms zum Ende des 19.Jahrhunderts stieg auch der Bedarf an Grabstätten.

Beim Bau des Friedhofs Skogskyrkogården halfen um 1930 unter anderem Arbeitslose aus Stockholm, die von der Stadt Stockholm verpflichtet wurden.

Verschiedene Gebäude und Bauten sind Bestandteil des Stockholmer Waldfriedhofs:

  • die Waldkapelle (Skogskapellet)1917
  • ein Verwaltungsgebäude 1923 -1924
  • die Auferstehungskapelle (Uppståndelsekapellet) 1925
  • die Steinmauer 1930-er Jahre
  • das Krematorium (Skogskrematoriet) 1940
  • mit der Kapelle zum heiligen Kreuz (Heliga korsets kapell) 1940
  • die Kolonnadenvorhalle mit der Skulptur des Bildhauers John Lundqvist, - Die Auferstehung (Uppståndelsemonumentet)

Gemäß der Auffassung der Kommission der UNESCO ist Skogskyrkogårdenein bedeutendes Beispiel unseres Jahrhunderts für die Verschmelzung von Architektur und Kulturlandschaft zu einem Friedhof.“ Skogskyrkogården hat „...großen Einfluss auf die Gestaltung von Begräbnisstätten in der ganzen Welt gehabt“.

Lage und Anfahrt:

Sehenswürdigkeiten in der Nähe