Wirtschaft in Schweden

Die schwedische Wirtschaft ist stark geprägt von Land- und Forstwirtschaft. In Nordschweden spielt der Bergbau eine große Rolle. Die wichtigsten Handelspartner von Schweden sind Deutschland, Norwegen, die USA, Dänemark und Finnland.
Wirtschaft Schweden
Der Hafen von Göteborg, Schweden

Göran Assner/imagebank.sweden.se

Die Wirtschaft Schwedens im Überblick

Bis zur Hälfte des 19. Jahrhunderts war Schweden ein Agraland. 90% der Bevölkerung lebten von der Landwirtschaft. Eine umfassende Industriealisierung setzte erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein. Die Basis bildeten Eisenerzhütten und Sägewerke. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schweden zu einer der führenden Industrienationen der Welt und diese Entwicklung erreichte Mitte der 1960er Jahre den Höhepunkt. Ab den 1980er Jahren erfuhr Schweden wieder eine hohes Wirtschaftswachstum und eine gute Außenhandelsbilanz. Schweden ist heute noch ein exportabhängiges Land.

Der Schwerpunkt der sozialdemokratischen Regierung liegt auf der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. So schaffte es Schweden zwischenzeitlich auf die höchste Beschäftigungsquote aller Industrieländer.

Landwirtschaft

Die Großteile der landwirtschaftlichen Flächen befinden sich mit ca. 90% in Mittel- und Südschweden. Skåne wird auch die Kornkammer Schwedens genannt. Viele Betriebe sind in Familienbesitz. Es werden verschiedene Produkte angebaut, wie Kartoffeln, Getreide und Raps. Milch, Butter, Käse und Beerenfrüchte werden auch für den Export produziert.

Forstwirtschaft

Da mehr als die Hälfte von Schweden mit Wäldern bedeckt ist, spielt die Forstwirtschaft eine wichtige Rolle. Nur ca. 10% der Wälder werde forstwirtschaftlich genutzt. Die Aufforstung wird gesetzlich vorgeschrieben

Eisen- und Stahlindustrie

Bereits im 13. Jahrhundert begann man die Rohstoffe für die Metallverarbeitende Industrie abzubauen. Vor allem im Norden entstanden viele Hütten. Schweden wurden zu einem der bedeutendsten Eisenlieferanten der Welt. Doch als 1860 die eigenen Kohlevorräte zur Verhüttung fast aufgebraucht waren, reagierte man mit hochwertigen Stahlprodukten für den Export. Noch heute steht der Begriff „Schwedenstahl“ für hochwertiges Metall.

Metallverarbeitende Industrie

Die Produktion der metallverarbeitenden Industrie hat sich in den letzten 20 Jahren annähernd verfünffacht. Zu diesem Industriezweig zählen unter anderem die metallerzeugenden Betriebe und mechanischen Betriebe inkl. Transportmittel, Autos, Schiffe und Flugzeuge. Weitere Bereiche sind der Maschinen- und Anlagenbau sowie elektrotechnische Betriebe. Die metallverarbeitende Industrie ist ein sehr wichtiger Arbeitgeber in Schwedens Wirtschaft.

Bergbau

Der Bergbau in Schweden hat eine lange Tradition. Schweden besitzt viele Bodenschätze. Früh begann man mit dem Kupferabbau in Dalarna. Neue Zentren der Förderung und Verarbeitung von Bodenschätzen wie Eisenerz, Blei, Kupfer und Sulfiterz entstanden im 20. Jahrhundert. In Kiruna ist das größte Untertagebergwerk der Welt zu finden. Hier werden enorme Mengen an Eisenerz gewonnen. Die Insel Gotland liefert Kalkstein für die Zementindustrie.

Währung Schweden

Die Schwedische Krone ist das offizielle Zahlungsmittel in Schweden. Erfahre alles Wissenswerte zur Geschichte der Währung in Schweden, den aktuellen Münzen und Scheinen und den aktuellen Wechselkurs zum Euro.

Modeszene Stockholm

Auch wenn die Fashion-Welt sich überwiegend an den Kollektionen der Modemetropolen Paris und New York orientiert, verfügt Stockholm über eine ebenso innovative wie produktive Modeszene. Davon kann man sich beispielsweise auf der zweimal jährlich stattfindenden Fashion Week Stockholm überzeugen, wo die Kollektionen für die jeweils kommende Sommer- und Wintersaison präsentiert werden.

Schweden Digitalisierung

Skandinavien ist nicht nur für seine Holzhäuser, Küsten und Seen bekannt, sondern auch für seine weit vorangeschrittene Digitalisierung. Vieles, was in Deutschland noch Zukunftsmusik ist, ist dort bereits selbstverständlich. In Schweden laufen beispielsweise inzwischen viele Geschäftsprozesse und bürokratischen Aktionen längst über eine persönliche Identifikationsnummer, unter der die benötigten Daten stets abrufbereit sind. Im Land der Zimtschnecken wird außerdem kaum noch mit Bargeld gezahlt – man plant sogar, eine digitale Währung einzuführen.