Suomenlinna (Finnenburg) in Helsinki

Suomenlinna

Suomenlinna ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Helsinkis (Jussi Hellstén / Imagebank VisitFinland)

Die Bastion Suomenlinna, die Finnenburg, liegt auf mehreren Inseln im Finnischen Meerbusen. Vom Zentrum der finnischen Hauptstadt Helsinki aus kannst du wahlweise mit der Fähre oder dem Wasserbus übersetzen. Mit der Fähre kannst du das ganze Jahr über günstig übersetzen. Sie hat den Vorteil, dass du sie mit den preiswerten Fahrkarten der Verkehrsbetriebe von Helsinki nutzen kannst. Der Wasserbus fährt zusätzlich während der Sommermonate, bedarf aber eines gesonderten Tickets.

Die UNESCO hat entschieden

Suomenlinna steht seit 1991 auf der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO. Sie wurde dort als einzigartiges Beispiel der Festungsarchitektur in Europa ausgezeichnet und ist ausgesprochen gut erhalten. Insgesamt vier Bastionen bilden zusammen die Festungskette Suomenlinnas. Neben der interessanten Architektur und Geschichte des Bauwerks ist die Seefestung auch ein schöner Ort, um länger zu verweilen. Nach einem Spaziergang kannst du eines der interessanten Museen besuchen, in ein Restaurant oder Café einkehren oder die Werke der zahlreichen Kunsthandwerker bestaunen. Auch traditionelle Segelschiffe werden in der Festung repariert. Darüber hinaus gibt es vielfältige kulturelle Veranstaltungen. Über 800 Einwohner von Helsinki leben sogar dauerhaft in dem Stadtteil Suomenlinna.

Die Festung ist ein Ort für die ganze Familie

Der Besuch von Suomenlinna ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Insbesondere Kinder haben viel Spaß daran, durch die Tunnel zu laufen und das weitläufige Gelände zu erkunden. Auf der sogenannten „Blauen Route“ lassen sich auf einem ausgiebigen Spaziergang sämtliche Sehenswürdigkeiten der Seefestung erkunden. Auf beschwerlichen Abschnitten des Weges werden Alternativwege für Rollstuhlfahrer oder Besucher mit Kinderwagen angeboten. Vollständig barrierefrei ist die Festung leider trotzdem nicht.
Es werden geführte Rundgänge angeboten, du kannst aber auch auf eigene Faust mit den kostenlos verfügbaren Mobilrouten die Bastion erkunden.

Finnen, Schweden und Russen – die Festung hatte viele Herren

Historisch außergewöhnlich ist die Tatsache, dass es über die Zeit insgesamt drei Länder gab, für die Suomenlinna der Verteidigung diente. Das waren neben Finnland noch Schweden und Russland

Als 1748 Finnland zum Königreich Schweden gehörte, begann der Bau der Festungsanlage. 1750 wurde sie folgerichtig Sveaborg getauft, was übersetzt Schwedenburg heißt. Viapori wurde zeitgleich der finnische Name der Festung. Vom schwedisch-russischen Seekrieg 1788 bis zum Zweiten Weltkrieg war Suomenlinna Schauplatz einiger Kriege. Dazu gehörte 1918 sogar der finnische Bürgerkrieg. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ging die militärische Bedeutung des Bauwerks zurück. 1973 bekam das finnische Ministerium für Bildung und Kultur die Seefestung vom Verteidigungsministerium übergeben.

Lage und Anfahrt:

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