Freilichtmuseum Seurasaari in Helsinki

Seurasaaren ulkomuseo

Die Holzkirche von Karuna im Freilichtmuseum Seurasaar (Sakke Somerma / Visit Helsinki)

Seurasaari, die Gesellschaftsinsel, liegt nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum Helsinkis entfernt. Auf ihr befinden sich das gleichnamige Freilichtmuseum und ein weiträumig ausgebautes Gelände, das dich zum Wandern, Picknicken und Verweilen einlädt. Zudem gibt es einige Sandstrände, die vor allem im Sommer ein beliebtes Ziel für die Helsinkier sind. Der Park ist leicht mit der Buslinie 24 ab dem Stadtzentrum zu erreichen. Er hält genau an der Fußgängerbrücke, die die Insel und das Festland verbindet. Zudem kannst du in den Sommermonaten die Bootsverbindung zur Insel ab dem Kauppatori-Platz nutzen.

Finnische Baukunst aus drei Jahrhunderten

Ursprünglich war die Insel Teil eines großen landwirtschaftlichen Betriebes. Daran erinnert heute aber nur noch der schwedische Name Fölisön – Fohleninsel. Bereits im Jahr 1889 wurde die Insel von der Stadt gepachtet und die Ausschankgesellschaft Helsingin Anniskeluyhtiö übernahm die Bewirtschaftung. 1909 war dann schließlich die Geburtsstunde des Freilichtmuseums. Der Architekt Yriö Blomstedt und der Maler Akseli Gallen-Kallela fanden im mittelfinnischen Konginkangas den Bauernhof Nummela, der abgerissen werden sollte, und brachten in nach Seurasaari. Heute besteht das Freilichtmuseum, das an das schwedische Freilichtmuseum Skansen erinnert, aus insgesamt 87 historischen Gebäuden, die aus den verschiedenen Gegenden Finnlands stammen und zwischen dem 17. und dem 20. Jahrhundert erbaut wurden.

Eine Reise durch Finnland in 24 Stunden

Sicher wird ein Tag nicht ausreichen, um das gesamte Freilichtmuseum zu besichtigen. Einige Gebäude sollten aber unbedingt auf deinem Plan stehen. Möchtest du die Häuser nur von außen betrachten, ist es nicht notwendig, eine Eintrittskarte zu kaufen. Um jedoch die inneren „Schätze“ zu sehen und sich mit der finnischen Lebensweise vertraut zu machen, solltest du dir eine Eintrittskarte besorgen. Mit dieser kannst du zum Beispiel an den geführten Rundgängen teilnehmen oder hautnah finnische Geschichte erleben. Der Rundgang beginnt gleich, wenn du die 200 Meter lange Brücke überquert hast. Diese wurde aus Baumstämmen errichtet, die Opfer eines schweren Sturms in der Gegend waren. Der Sippola Bauernhof und der Kurssi Bauernhof stammen aus verschiedenen Gegenden Finnlands und an ihnen lässt sich sehr gut der Baustil vergangener Epochen beobachten. Sehr schön ist auch der Heuschober der Itäkivi Farm. Dieser stammt aus Lappland und lag ursprünglich am Pulmankijärvi See. Der Boden aus Lehm und das Aussehen eines Hauses kommen nicht von ungefähr. Denn hier lebten und schliefen die Arbeiter auch während der Heuernte.

Woher der Armleuchter seinen Namen hat...

Eines der schönsten Gebäude ist aber sicherlich die Holzkirche von Karuna. Als diese an ihrem angestammten Ort einer Steinkirche weichen sollte, wurde sie 1912 auf Seurassaari verbracht. Sie gleichzeitig eines der ältesten Gebäude des Freilichtmuseums und stammt aus dem Jahr 1686. Besonders die Inneneinrichtung ist hier sehenswert. Die Wände sind mit Leuchtern geschmückt, die Armen ähneln. Im hinteren Teil befindet sich ein Modell eines Segelschiffes. Auf dem dahinterliegenden Friedhof sind Axel Olai Heikel und Marie Heikel bestattet. Sie sind die Gründer des Museums und haben sich zeitlebens für den Aufbau und den Fortbestand engagiert. Interessant ist auch das Kirchenboot von Virrat. Kirchenboote wurden in früheren Zeiten gerne genutzt, um im Sommer zum sonntäglichen Gottesdienst zu gelangen. Hier fanden bis zu 100 Menschen Platz.

Lage und Anfahrt: