Mit dem Camper durch Norwegen

Auf einer Norwegenreise lohnt es sich ganz besonders, sich Zeit zu lassen. Ganz nach dem Motto »Der Weg ist das Ziel« bietet es sich an, mehrere Städte zu besuchen und diverse Stopps auf der Reise einzuplanen. Jede Region hat nämlich ihre eigenen Besonderheiten und begeistert mit wilder Natur und einem abwechslungsreichen Kulturangebot. Mit einem Camper oder Wohnmobil kann man seine Reise individuell planen und spontane Zwischenstopps einlegen.
Camper Norwegen
Mit dem Camper an den schönsten Fjorden in Norwegen übernachten ( Turid Sande Beinnes / Sande Camping )

Vor Ort in Norwegen Camper mieten

Am einfachsten gestaltet sich die Anreise, wenn man das Flugzeug nimmt und vor Ort einen Camper mietet. Alternativ kann man sich für die Fahrt mit der Fähre entscheiden. Von Kiel nach Oslo braucht man zum Beispiel ca. 20 Stunden. Wohnmobile kann man in verschiedenen Städten bei diversen Anlaufpunkten und Anbietern mieten, etwa in Oslo, Tromsø und Bjerkvik. Dafür ist kein internationaler Führerschein notwendig, der deutsche Führerschein reicht aus.

Campingplätze sind in Norwegen reichlich vorhanden, sodass man die Reiseplanung daran ausrichten kann. Zudem herrscht in Norwegen das sogenannte Jedermannsrecht. Darunter verstehen die Norweger, dass man auch in der freien Natur campen darf. Die einzige Richtlinie sieht vor, dass man genügend Abstand zu den nächstgelegenen Häusern hält, zudem sind Felder oder Parkplätze tabu. Eine Sonderregelung gibt es für Wohnmobile. Diese dürfen nur am Straßenrand oder auf Rastplätzen geparkt werden.

Mögliche Routenplanung

Ein möglicher Startpunkt ist die Hauptstadt Oslo. Hier kann man die Symbiose von Natur und Großstadtfeeling erleben. Direkt an der Stadtgrenze liegt nämlich das Oslomarka, das Naherholungsgebiet der Stadt, in dem man besonders gut wandern kann. Doch auch kulturell hat die Stadt vieles zu bieten, darunter Museen, Skulpturenausstellungen und eine Bibliothek, in die nur Kinder dürfen.

Von Oslo aus bietet es sich an, nach Kristiansand oder Bergen zu fahren. Beide Städte liegen idyllisch zwischen Fjorden, dementsprechend findet sich dort vor allem eindrucksvolle Natur. Auf dem Weg in den Norden des Landes kann man Inderøy einen Besuch abstatten, eine Halbinsel in der Landesmitte, auf der Natur und kulinarische Angebote zusammenkommen. Interessierte können sich dort auf eine besonders vielseitige regionale Küche freuen.

Unweit liegt die ebenfalls sehr sehenswerte Stadt Trondheim mit dem Nidarosdom. Wer möchte, kann der E6 immer weiter nach Norden folgen und bis Narvik oder sogar bis zum Nordkap fahren.

Nützliche Hinweise

Was den Straßenverkehr angeht, besteht der größte Unterschied zu Deutschland in der Geschwindigkeitsbegrenzung: Für Wohnmobile liegt sie je nach Gewicht bei ca. 90 km/h. Weitere Verkehrsregeln in Norwegen, die zu beachten sind, betreffen unter anderem das Abblendlicht rund um die Uhr und die Vorsicht vor Wildwechseln. Tankstellen gibt es im Land zwar verhältnismäßig viele, doch je weiter man nach Norden kommt, desto größer werden die Abstände zwischen ihnen. Außerdem variieren die Öffnungszeiten: Am Wochenende hat nicht jede Tankstelle geöffnet. Da man nicht überall mit Kreditkarte bezahlen kann, sollte man genügend Bargeld dabei haben.