Navigieren geht über Probieren: Auf den Straßen Skandinaviens unterwegs

Wer im Ausland unterwegs ist, ohne die Landessprache zu beherrschen, hat es oft schwer, sich im fremden Straßensystem zurechtzufinden. Mit einer Navigationshilfe fällt dir die Orientierung leichter und du kommst sicher ans Ziel. Im Folgenden findest du eine Auflistung der drei gängigsten Navigationsdienste und ihrer Vor- und Nachteile.

Autofahren Skandinavien© Yeko Photo Studio - Fotolia.com

Der Klassiker: Die Landkarte

Karten sind der altbewährte Klassiker unter den Navigationsmöglichkeiten. Allerdings erfordern sie einen aufmerksamen Beifahrer, der sie gut zu interpretieren weiß. Je nach Maßstab, Aktualität und Darstellungsform können sich die Karten erheblich in ihrer Qualität unterscheiden. Für viele Reisende sind Karten als Orientierungshilfe definitiv überholt. Warum sie dennoch weiterhin benutzt werden? Dein Akku geht nicht unangekündigt zur Neige und sie sind nicht anfällig für technische Störungen. Und: Eine Navigation mit Karte verspricht immer eine gute Portion Abenteuer!

Immer noch aktuell: Das Navigationsgerät

Ein Navigationsgerät ist eine weitere Variante, um sich gut in einem fremden Land zurechtzufinden. Oft wird es bei Autos der höheren Preisklassen direkt in das Armaturenbrett integriert. Wichtig ist, dass das Programm des Navis den gesamten geografischen Bereich abdeckt, in dem du unterwegs sein wirst. Hilfreich ist die PoI-Funktion, die gewünschte Ziele wie Sehenswürdigkeiten oder Tankstellen ansteuert. Neuere Geräte punkten mit Extra-Funktionen wie Fahrspurassistent, Warnung vor Blitzern, Sprachsteuerung und Staumeldungen. Achtung: Wer vergisst, vor dem Urlaub eine aktualisierte Version auf sein Gerät aufzuspielen, muss sich bei geänderter Straßenführung vor Ort selbst orientieren.

Zeitgemäß: Navigations-Apps

Smartphones, unsere digitalen Alltagshelfer, können fast alles – zum Beispiel auch Navigieren! Der meistbenutzte Dienst ist wohl die Navigation über die Google-Maps-App. Die Kehrseite der Medaille: die Internet-Nutzung im Ausland kann schnell kostspielig werden. Zwar wurden im vergangenen Jahr die Roaming-Gebühren im EU-Ausland abgeschafft, in Ländern außerhalb des EU-Raumes fallen trotzdem noch hohe Kosten an. Eine interessante Alternative stellen Navigations-Apps dar, die auch offline auf dem Handy funktionieren. So spart man sich einerseits die Überraschung ungeahnt hoher Gebühren, andererseits findet man sein Ziel auch in Gebieten ohne flächendeckendes Internet. Gut zu wissen für einen Urlaub in Skandinavien: Der Mietwagenanbieter TUI CARS stellt seinen Kunden eine solche Offline-App kostenlos zur Verfügung.

Tipps und Tricks für den skandinavischen Straßenverkehr

In Skandinavien ist es zumeist die Topographie, die den Straßenbau erschwert. Das macht die Infrastruktur der nordischen Länder von Natur aus nicht nur reich an Tunneln, sondern auch kostspielig und wartungsintensiv. Das Positive daran: Viele Straßen führen durch beeindruckende Landschaften und sind getreu dem Motto "Der Weg ist das Ziel" schon selbst eine Reise wert. Allerdings sollte man beachten, dass nicht alle Straßen ganzjährig befahrbar sind und bestimmte Routen aufgrund der winterlichen Witterungsbedingungen noch bis in den Mai hinein gesperrt sein können. Viele Reisende hoffen darauf, einmal einen Elch am Straßenrand zu sichten, schließlich ist der Anblick eines solch gewaltigen Tieres für Besucher aus anderen Ländern etwas Außergewöhnliches. Auch wenn der Elch vor allem in Schweden eine nationale Ikone ist, kann er als unfreiwilliger Verkehrsteilnehmer mitunter ziemlich gefährlich werden. In Schweden gibt es jährlich rund 5.000 Autounfälle, die durch den Zusammenprall mit einem Elch ausgelöst werden. Um dem entgegenzuwirken, gibt es spezielle Schilder, die vor möglichem "Elchwechsel" warnen. Dass gerade diese Schilder trotz reichlich Alternativen aus dem Souvenir-Sortiment bei Urlaubern als Mitbringsel beliebt sind, ist wohl Ironie des Schicksals.

Verfasst am 27. März 2018
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