Weihnachtsessen in Schweden

Was kommt eigentlich in Schweden zu Weihnachten auf den Tisch? Hier erfährst du was es mit dem Julbord auf sich hat und was auf der schwedischen Festtafel keinesfalls fehlen darf.

Weihnachtsessen Schweden
Eine schwedische Festtafel an Heiligabend

Carolina Romare/imagebank.sweden.se

Die Wichtel nicht vergessen!

Am Heiligen Abend, dem 24. Dezember, feiert man in Schweden das Weihnachtsfest. An diesem Tag dankt jede Familie auch besonders ihrem Hauswichtel, dem Tomte. Den Tomte solltest du nicht mit dem Jultomte verwechseln. Beide sind zwar verwandt, haben aber eine andere Bedeutung.

Den guten Hauswichteln, den Tomtes, die das ganze Jahr Haus, Hof und Tiere beschützen, wird am 24. Dezember mit einer schwedischen Breispeise für Ihre Unterstützung gedankt. Als Dank für die schützende Hand, stellt man dem Tomte einen traditionellen Milchbrei vor die Haustür. Die Dankesgabe für die Hauswichtel darfst du auf keinen Fall vergessen! Denn, wer den Milchbrei vergisst, der wird im nächsten Jahr mit Unglück bestraft.

Über den warmen Tomtegröt, einem süßen Milchbrei, wird ein gutes Stück Butter gegeben und die Kinder stellen den Brei vor die Tür. Ist die Schüssel am nächsten Tag leer, hat es dem guten Hauswichtel geschmeckt. Er ist zufrieden und schützt die Familie auch im kommenden Jahr.

Julbord, Tomte und Weihnachtsessen in Schweden

In Schweden heißt der Weihnachtsmann Jultomte. Zusammen mit dem Julbock bringt er am Weihnachtsabend die Geschenke. Auch in Schweden wird das Weihnachtsfest mit einem traditionellen Weihnachtsessen gefeiert. Besonders beliebt ist das Julbord. Es ist ein schwedisch gedeckter Weihnachtstisch mit vielen warmen und kalten Speisen. In der Vorweihnachtszeit kannst du das schwedische Weihnachtsessen bereits in vielen Restaurants kosten. Viele Firmen und Vereine lassen gemeinsam das Jahr bei dem traditionellen Julbord ausklingen. Vergleichbar mit den Weihnachtsfeiern in Deutschland.

Gestartet wird vor dem eigentlichen Julbord mit einem Glögg. Das ist ein schwedischer Glühwein mit Rosinen und Mandeln. Dazu gibt es schwedische Pfefferkuchen, Pepparkakor.

Das Julbord startet dann mit verschieden eingelegten Heringen und Pellkartoffeln. Auf der Festtafel folgen die unterschiedlichsten Fisch- und Meeresfrüchtevariationen sowie Wurst- und Räucherwaren mit Salaten und Gemüse. Klar dürfen Elchprodukte und traditionelle Saucen, wie die Hovmästarsås nicht fehlen. Auch das schwedische Knäckebrot wird als Beilage gereicht. Nach den Vorspeisen beginnen die Hauptgänge des Julbrod. Auf dem Speiseplan stehen warmen, schwedische Gerichte, wie Köttbullar (schwedische Hackbällchen), Lutfisk (Stockfisch), Julkorv (Weihnachtswurst), Lachsgerichte, sowie Wildvariationen. Eine sehr bekannte Beilage ist hier das Janssons Frestelse, ein Kartoffel-Sardellengratin.

Eigentlich könntest du nach all diesen Leckereien schon platzen, doch es folgt noch der Julbord-Nachtisch. Verschiedene schwedische Kuchen- und Eisspezialitäten werden serviert. Auch der traditionelle, schwedische Reisauflauf Risgrynsgröt. Wer es lieber herzhafter mag, bedient sich am Käsebuffet. Mit einem Aquavit endet dann das Julbord.

God Jul - schwedische Weihnachtsgetränke

God Jul heißt auf schwedisch „Frohe Weihnachten“. Am Weihnachtsabend wird in den meisten Familien Bier, schwedische Kräuterlimonade, Julmust, und Schnaps getrunken. Auf keinen Fall fehlen darf der schwedische Glühwein, der Glögg. Ihn gibt es in alkoholischer und in alkoholfreier Variation.

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