Alle Fjorde sind schon da – Norwegens Süden in 8 Tagen

Norwegen und seine Fjorde sind immer eine Reise wert. Die Frage ist nur, mit welchem Verkehrsmittel alles am einfachsten, am bequemsten und am zeitsparendsten zu erledigen ist. Wir geben dir Tipps, wie du in wenigen Tagen so viel wie möglich vom Süden Norwegens erkunden kannst.

Fjorde Südnorwegen
Malerisch: Der Hafen im Geirangerfjord

© Vlada Z - Fotolia.com

Unterwegs in Südnorwegen

2.650 km misst alleine die Festlandküste, die Gesamtfläche von 385.155 km² ist fast 30.000 m² größer als die der Bundesrepublik und selbst, wenn man von Hamburg aus losfährt, ist man schnellstenfalls nach ca. 8,5 Stunden an Norwegens Küste in Larvik angekommen – nach fünf Stunden Autobahn und etwa 3,5 Stunden auf der Fähre. Verzichtet man auf die Fährfahrt hat man zehn Stunden im Auto vor sich – hin und zurück.

Die entspannteste Art und Weise, Norwegen zu entdecken

Das ist sicher alles zu schaffen, aber komfortabel ist es eher nicht, weswegen viele sich ins Flugzeug setzen und ins Königreich Norwegen fliegen lassen. Das ist bei rechtzeitiger Buchung sicher die bequemste Art der Anreise, wobei hier dann noch ein Mietwagen besorgt werden muss, wenn man sich denn auf Erkundungsfahrt zu den norwegischen Fjorden machen möchte. Und das wiederum führt ebenfalls zu langen Strecken, die im Auto zurückgelegt werden müssen.

Kurz gesagt: Sowohl die Anreise mit dem Auto als auch die mit dem Flugzeug ist eher geeignet für Urlauber, die sich in Norwegen schon auskennen, vielleicht an einem bestimmten Ort ihre Zeit verbringen möchten. Neugierige Abenteurerseelen mit viel Zeit könnten sich auf einem mehrwöchigen Trip durch Norwegen ebenfalls wohlfühlen. Für Menschen aber, die zwar gerne viel sehen möchten, aber das doch bitte alles mit ein wenig Komfort, empfiehlt sich eine Anreise, oder besser gesagt eine „Vorbeireise“ im Rahmen einer Kreuzfahrt.

Der Vorteil einer Kreuzfahrt: Komfort und Abwechslung

Menschen, die noch nie an Bord eines großen Kreuzfahrtschiffs gereist sind, haben jetzt die freie Wahl. Sollen es zwei oder gar drei Wochen werden? Oder vielleicht doch besser eine gute Woche? Doppelten Neulingen, die weder Kreuzfahrten, noch Norwegen kennen, sollten zur kürzeren Variante greifen und „erst mal sehen“. Schon hier bietet sich eine große Anzahl an Kreuzfahrten diverser Unternehmen an. Die Reederei Royal Caribbean ist da z. B. mit einer 8-tägigen Kreuzfahrt im Süden Norwegens am Start.

Diese führt vom Ausgangshafen Kopenhagen entlang an Norwegens Küste. Stavanger, Bergen, Geiranger und Ålesund sind die Ziele, ehe es im großen Bogen zurück, an der englischen Nordküste vorbei wieder in die dänische Hauptstadt geht. Das Schöne dabei: Du genießt höchsten Komfort an Bord und musst nicht ständig Koffer ein- und auspacken. An Bord hast du eine Auswahl aus unzähligen Restaurants und Freizeitmöglichkeiten vom Fitnessstudio bis zum Spa, von fantastischem Entertainment mit schiffseigenem Musical-Theater bis hin zum Kino unter Sternen – oder du entspannst dich einfach ein wenig. Auch hierfür gibt es natürlich die passenden Orte vom Sonnendeck über gemütliche Bars bis hin zur eigenen Balkonkabine.

Bergen Norwegen PanoramaWunderschöner Blick auf Bergen (Øyvind Heen - Visitnorway.com)

Stavanger und Bergen – Palmen und die Hanse

Stavanger gilt als reichste Stadt Norwegens, noch vor der nächsten Station, Bergen. Wunderschön restaurierte Holzhäuser, Ausflüge durch den Lysefjord hin zur beeindruckenden Felsplattform Preikestolen, ein kurzer Trip auf die nahe Insel Sør-Hidle, wo im Tropischen Garten Flor og Fjære sogar Zitronenbäume gedeihen und die nördlichsten Freilandpalmen der Welt wachsen – die Stadt Stavanger hat einiges zu bieten. Und wer nicht hierhin und dorthin eilen möchte, der lässt sich beim Landgang einfach ein wenig durch die verwinkelten Gässchen treiben, flaniert sozusagen ganz entspannt und saugt die Atmosphäre auf.

Ähnliches lohnt es sich in Bergen zu tun, der alten Hansestadt, die auf sieben Bergen errichtet wurde. Hier lockt die Festungsanlage Bergenhus, ein Bummel durch den Stadtteil Bryggen oder eine Zahnrad-Fahrt hoch auf den Hausberg Fløyen. Auch hier „wimmelt“ es nur so vor Fjorden. Nicht umsonst wird die zweitgrößte Stadt Norwegens, selbst schon am Inneren Byfjord gelegen, auch als „Tor zu den Fjorden“ bezeichnet.

Von Ålesund nach Geiranger – Jugendstil und sieben Schwestern

Alesund ist ein Jugendstil-Paradies, das (wie eigentlich fast alle norwegischen Küstenstädte) idyllisch auf mehrere Inseln liegt, umgeben von Bergen und Fjorden. Einen Großteil seiner Pracht verdankt es einer Katastrophe, brannte hier doch Anfang 1904 in Folge eines verheerenden Feuers praktisch die gesamte Innenstadt ab. 10.000 Obdachlose waren die Folge. Doch dank persönlicher finanzieller Unterstützung durch den deutschen Kaiser Wilhelm II. und anderer schneller Hilfe, war die gesamte Stadt nur sieben Jahre später wieder komplett aufgebaut – da hätten sich die Planer des Berliner Flughafens mal eine Scheibe von abschneiden sollen.

Ålesund ist auch der Ausgangspunkt bzw. so etwas wie die Einfahrt in den Geirangerfjord, einen der bekanntesten Fjorde Norwegens, der zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört. Der Fjord schlängelt sich über 15 km bis hin zum gleichnamigen Städtchen Geiranger. Wer hier nicht atemlos die Schönheit der Natur, die steil am Ufer aufragenden Berge, die Panoramen oder eine der Hauptattraktionen, die Wasserfälle „Die sieben Schwestern“ bestaunt, dem ist nicht mehr zu helfen. Wobei, vielleicht ja doch? Denn diese Landschaft macht süchtig nach mehr und führt dazu, dass man noch einmal oder noch viele Male mehr nach Norwegen kommen möchte. Dann vielleicht im Rahmen einer noch längeren Kreuzfahrt oder mit dem eigenen Auto oder Mietwagen, um nach und nach noch weitere Regionen Norwegens zu erkunden, sich vielleicht Richtung Nordkap aufzumachen oder auch mal die Hauptstadt des Landes, Oslo, anzuschauen.

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