Der Arbeitsmarkt in Norwegen
Der Arbeitsmarkt in Norwegen konnte in den letzten Jahren stark vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren, litt aber 2009 auch unter der weltweiten Wirtschaftskrise. Die Arbeitslosenquote lag Ende 2009 bei 3,2 Prozent. Der Bedarf an Arbeitskräften wurde vor allem durch die Immigration ausländischer Fachkräfte nach Norwegen gedeckt.
Die Arbeitslosigkeit konnte im Vergleich zu den 1990iger Jahre nahezu halbiert werden. Sieben von zehn Frauen und fast acht von zehn Männern sind berufstätig.
Die Arbeitslosenquote in Norwegen
Die wichtigsten Branchen in Norwegen sind die Fischerei, die Ölindustrie, das Bauwesen, das produzierende Gewerbe, die Tourismusbranche und die Schifffahrt. Mehr Informationen zu einzelnen Wirtschaftsbranchen findest du in unserer Rubrik Wirtschaft in Norwegen. Die Arbeitsplätze in der Bildung wurden verdoppelt und im Gesundheits-und Sozialwesen seit 1970 sogar vervierfacht.
Die Beschäftigungsstruktur in Norwegen ist stark durch regionale Unterschiede geprägt. Im Norden sind die Fischerei und der öffentliche Dienst die größten Arbeitgeber. Während an den Küstenbereichen in Südnorwegen viele Industriebetriebe angesiedelt sind, arbeitet ein großer Teil der Einwohner aus den gößeren Städte wie Oslo, Trondheim oder Bergen in der Finanzindustrie oder in anderen Dienstleistungsbereichen.
Teilzeitstellen in Norwegen haben ca. 43 Prozent der Frauen und rund 13 Prozent der Männer. Seit 1972 hat sich die Arbeitszeit der Männer um fünf Stunden und die der Frauen um eineinhalb Stunden verringert.
Aktuelle Informationen vom norwegischen Arbeitsmarkt findest du bei der norwegischen Verwaltung für Arbeits- uns Sozialwesen NAV (www.nav.no). Eine Übersicht der Einkommen und Gehälter in Norwegen bekommst du hier.




