Falscher Verdacht - Elch als Täter überführt

Elchangriffe sind in Schweden sehr selten

Ingemar Westlund, ein 68-jähriger Schwede aus Loftahammar bei Västervik an der schwedischen Ostseeküste, wurde verdächtigt seine Ehefrau Agneta im September 2008 umgebracht zu haben. Doch jetzt kam raus - der Täter war ein Elch!

Die damals 63-jährige ging mit dem Hund der Familie im Wald spazieren. Als sie nicht zurückkehrte, begab sich ihr Mann auf die Suche und fand Agnetas Leiche. Westlund geriet sofort unter Mordverdacht und musste für zehn Tage in Untersuchungsshaft. Obwohl es keine Beweise gegen ihn gab, war er blieb er auch danach der Hauptverdächtige.  

Westlund wandte sich an die schwedische Zeitung "Expressen": "Als meine Kinder und ich meine Frau begraben haben, wurde ich noch immer verdächtigt sie getötet zu haben." Eine Autopsie ergab keine eindeutige Todesursache, also wurden weitere Untersuchungen veranlasst.

Experten der schwedischen Universität für Agrarwissenschaften in Umeå fanden Haare auf dem Körper der Toten, die zweifelsfrei "Rotwild" zugeordnet worden waren. Weitere Untersuchungen ergaben, dass es sich um Haare von einem Elch handelte. Damit war klar, dass Agneta Westlund nicht von ihrem Ehemann umgebracht wurde.

Dass Elche Menschen angreifen ist in Schweden höchst selten. Zu Einzelheiten wird die Polizei in den kommenden Tagen Stellung nehmen.

Bild von Denis
Bildquelle: flickr.com/pbuergler
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