Geld wechseln und bezahlen in Skandinavien: So geht's

Weder Norwegen noch Schweden haben bisher den Euro eingeführt. Grund genug, sich einmal mit deren Geldsystemen zu beschäftigen, damit die wichtigsten Fragen vor dem Urlaub geklärt sind.

Geld SkandinavienSchwedische Kronen (© m.kie - Fotolia.com)

Ein Urlaub in einem Land, in dem der Euro nicht die offizielle Währung ist, ist immer noch spannend. Gerade für die Jüngsten unter uns, die es gewohnt sind, überall mit dem Euro bezahlen zu können, ist die Handhabung anderer Münzen und Scheinen sehr aufregend. Das Geld sieht anders aus, hat vielleicht sogar andere Größen, und bei jeder Kaufentscheidung hat man das Gefühl, den wirklichen Wert nicht hundertprozentig erfasst zu haben – es sei denn, man hat als Urlauber auch im Supermarkt immer einen Taschenrechner oder ein Smartphone parat.

Die ungeraden Wechselkurse der skandinavischen Länder können ganz schön Kopfzerbrechen bereiten: Im letzten Jahr schwankte der Euro-Wechselkurs für die schwedische und die norwegische Krone um die 9,5-Marke, mit saisonalen Ausreißern auf einen Tiefstwert von 9,1 (norwegische Krone im März 2017) sowie Höhenflügen, die über der 10-Kronen-Marke liegen (März 2018). Mit Pi-Mal-Daumen-Rechnungen mit einem Wert von 10 Kronen kommt man als Urlauber am einfachsten durch. Finnland hat seit 2001 seine finnisvhe Mark durch die Euromünzen und -scheine ausgetauscht.

Teil jeder guten Reisevorbereitung ist auch die Budgetplanung. Skandinavien ist beliebt für Wohnmobilurlaube, und die Reisenden sind sich meist unsicher, wo genau sie ihr Geld wechseln sollen. Es ist immer ratsam, schon bei der Anreise einen kleinen Teil des Budgets als Bargeld mitzuführen. Zuhause können Sie bei Ihrer Bank zuhause problemlos den Euro in skandinavische Währungen umtauschen.

An der Grenze werden meist höhere Wechselkurse verlangt. Wer sein Wohnmobil direkt vor Ort bucht, zum Beispiel über www.campanda.de, hat es leichter. In allen größeren Städten gibt es Wechselstuben und Geldautomaten, die Ihr Geld bequem in Kronen ausgeben.

Informiere dich aber im Voraus, ob für die Kartenzahlung oder die Abhebung im Ausland Gebühren Ihrer heimischen Bank anfallen. Und auch wenn die skandinavischen Länder relativ sicher sind: Denken Sie daran, möglichst keine großen Bargeldmengen im Wohnmobil aufzubewahren. Wenn du wie alle anderen Skandinavier oft deine Kreditkarte benutzt und gut auf diese aufpasst, sollte das als Sicherheitsvorkehrung schon genügen.

Bargeldlos in Schweden

Im Café, im Bus und sogar bei der Kollekte in der Kirche: In Schweden wird viel öfter mit der Kreditkarte bezahlt als in Deutschland. Auch wenn Schweden das erste Land in Europa ist, das Papierscheine eingeführt hat, wird Bargeld dort immer unbeliebter: Nur noch 25 Prozent der Schweden nutzen einmal oder mehrmals in der Woche "echtes Geld".

Für Urlauber, die nicht über eine günstige Kreditkarte verfügen, wird das schnell zur Kostenfalle. Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung sind die geographischen Begebenheiten Schwedens: Viele Schweden, die in abgelegenen Gebieten wohnen, müssen mehrere Dutzend Kilometer fahren, um den nächsten Geldautomaten zu erreichen. Die Möglichkeit, bequem mit der Karte zu bezahlen, kommt da natürlich wie ein Segen.

Schwedens Regierung will sogar noch einen Schritt weiter gehen: Für 2019 ist ein erster Test der E-Krone geplant, die auf der Bitcoin-Technologie der sogenannten Blockchains basieren und das jetzige Bargeld komplett ersetzen soll. Auch in Norwegen wird immer mehr mit Kreditkarte bezahlt, allerdings wird die Zahlung mit Bargeld längst nicht so sehr vernachlässigt wie in Schweden.

Verfasst am 12. April 2018
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