Radtouren durch Skandinavien – komfortabel reisen auf dem Bike

Radtouren Skandinavien
Unterwegs mit dem Fahrrad in Norwegen (CH - Visitnorway.com )

Die großzügige Naturlandschaft Skandinaviens lockt jedes Jahr eine Vielzahl Radfahrer nach Nordeuropa. Nicht selten werden mehrtägige Touren geplant, um möglichst viele Eindrücke zu sammeln. Um während einer solchen Reise Sicherheit und Komfort zu gewährleisten, sollten Urlauber ihre Ausrüstung sorgfältig prüfen und zusammenstellen. Worauf es bei Fahrrad und Zubehör in erster Linie ankommt, ist Thema dieses Ratgebers.

Zuverlässige Materialien und Konstruktionen

Damit Radtouren auf Reisen zu einer angenehmen Sache avancieren, müssen Materialien und Konstruktion des Fahrrads zum Vorhaben passen. Ansonsten sind körperliche Beschwerden vorprogrammiert. Für Radreisen über mehrere Tage, die vorwiegend auf ausgewiesenen Radwegen erfolgen, sind sogenannte Tourenräder prädestiniert. Wie der Name vermuten lässt, sind diese Modelle für längere Strecken konzipiert und erfüllen die nötigen Voraussetzungen. Gepäckträger, Schutzbleche, Lichtanlagen, hochwertige Bremsen und ein bequemer Sattel gehören zur Grundausrüstung. Eine sportliche Geometrie sowie perfekt abgestimmte Maße zwischen Lenker, Sattel und Pedalen beugen Verspannungen und Rückenschmerzen vor. Stabilität und eine hervorragende Wirkungskraft sind selbstverständlich.

Daneben spielt das Gewicht eine zentrale Rolle. Ein Fahrrad für größere Reisen durch die teilweise raue Natur Skandinaviens sollte möglichst leicht sein, um das Gesamtgewicht nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Schließlich ist das Gepäck in der Regel schwer genug. Beim Bau von Tourenrädern achten Hersteller auf minimales Eigengewicht. „Moderne Aluminiumlegierungen sorgen dafür, dass das durchschnittliche Tourenrad für Herren wie Damen – inklusive aller Anbauten wie beispielsweise Gepäckträger – zwischen 12 und 16 kg wiegt. Leichter geht es nur mit einem Carbon-Tourenrad“, heißt es im Onlineshop von Brügelmann, einem namhaften deutschen Versandhändler für Fahrräder und Zubehör. Im Ratgeber zum Tourenrad wird ergänzend auf die Vorteile hydraulischer Scheibenbremsen hingewiesen, welche im Vergleich zu herkömmlichen V-Brakes selbst bei schlechten Bedingungen beste Bremswirkung garantieren. Radtouristen, die sich eine größere Tour nicht mehr zutrauen, sind mit Pedelecs gut beraten. Dank modernster Motoren- und Akku-Technologie sind hohe Reichweiten unter komfortable Bedingung kein Problem mehr. Der elektrische Antrieb unterstützt den Fahrer, ohne das typische Gefühl beim Biken zu stören.

Komfort dank Sattel, Gangschaltung und mehr

Ein ausschlaggebendes Element in Sachen Komfort ist natürlich der Sattel. Er muss gepolstert sein und eine ergonomische Formgebung mit sich bringen. Nur so, schmerzt das Gesäß auch nach stundenlangem Fahren nicht oder nur in geringem Maß. Ebenfalls großen Einfluss auf den Komfort hat die Gangschaltung. Um von einer ausreichend hohen Übersetzungsvielfalt zu profitieren, sind am Hinterrad zehn Ritzel ideal. Mindestens acht sollten es sein. Stehen bis zu 30 Gänge zur Verfügung, kann der Fahrer die Kraftübertragung an die Bedingungen anpassen und die körperliche Anstrengung eindämmen.

Ein nicht zu unterschätzendes Problem bei weiten Strecken, ist das Einschlafen der Hände sowie Entzündungen der Handgelenke. Vorbeugen lässt sich mit ergonomisch geformten Griffen und Lenkern. Vorteilhaft sind Bauteile, die sich an die einzigartigen Bedürfnisse jedes Fahrers anpassen lassen. Zudem ist die Rahmenhöhe für Komfort verantwortlich. Stimmt diese nicht zur individuellen Körpergröße, kann die Reise durch Skandinavien sehr unangenehm werden. Die folgende Liste dient der Orientierung:

  • Rahmenhöhe 45 bis 48 cm -> für 155 bis 160 cm Körpergröße
  • Rahmenhöhe 48 bis 50 cm -> für 161 bis 167 cm Körpergröße
  • Rahmenhöhe 50 bis 53 cm -> für 168 bis 175 cm Körpergröße
  • Rahmenhöhe 53 bis 57 cm -> für 176 bis 182 cm Körpergröße

Der Helm – Unverzichtbarer Begleiter

Egal ob eine Radtour entlang des Götakanals oder eine Entdeckungsreise durch Finnlands Schärenwelt: Ohne Fahrradhelm sollten Urlauber nicht starten. Er kann im Ernstfall Leben retten und vor schweren Kopfverletzungen schützen. Eines der wichtigsten Kaufkriterien ist die Passform. Der Tabelle sind Richtlinien zur Auswahl der Helmgröße anhand des Kopfumfangs zu entnehmen:

Kopfumfang Helmgröße
51-52 cm XXS
53-54 cm XS
55-56 cm S
57-58 cm M
59-60 cm L
61-62 cm XL

Darüber hinaus, sind schadstofffreie Helme mit Reflektoren, geringem Gewicht, einfacher Handhabung und TÜV-Siegel zu bevorzugen.

Praktisches Zubehör

Zubehör wie Fahrradhandschuhe zur Schonung der Hände, wasserdichte Packtaschen, Reifenflickzeug, zusätzliches Werkzeug und ein Erste-Hilfe-Set sind gleichermaßen wichtig. Weiterführende Tipps zur Radreiseplanung rund um Gepäck und Gewichtsverteilung hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) online zusammengefasst.

Verfasst am 12. September 2017
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