Schweden
Norwegen
und Finnland
Vier Wissenschaftler warnten am vergangenen Dienstag in der schwedischen Tageszeitung Dagens Nyheter davor, dass die nordeuropäische Wolfspopulation vom Aussterben bedroht sei. Nach Meinung der Experten, ist der zwischen Norwegen und dem westlichen Russland lebende Stamm mit etwa 1.000 Tieren zu klein. Zudem gebe es innerhalb der Wölfe bereits Inzuchtschäden.
Mindestens 3.000 Tiere müsse der Bestand umfassen. Auch eine internationale Zusammenarbeit mit Austausch von Tieren aus verschiedenen Gebieten sollte begonnen werden. Die Forscher aus verschiedenen Ländern sind im Auftrag der schwedischen Regierung tätig.
In Schweden leben derzeit rund 200 Wölfe. Nachdem die schwedische Regierung die Jagd auf 20 Wölfe freigegeben hatte, hagelte es heftige Kritik aus ganz Europa. Die EU-Kommission hat zudem eine Klage gegen Schweden angekündigt. In Schweden ist die Meinung zum Thema Wölfe sehr geteilt. Umwelt- und Tierschützer sind gegen die Wolfsjagd, Jägerverband sowie Bewohner der betroffenen Bezirke fordern deutlich höhere Abschussquoten.
Die Tierschützer erhielten indessen prominente Unterstützung aus Frankreich. Ex-Filmstar Brigitte Bardot schrieb Umweltminister Andreas Carlgren einen bösen Brief. "Lasst diese armen Tiere in Ruhe, hört mit der Jagd auf und lasst den kleinen Wolfsstamm ein bisschen stabiler werden", so die Forderung der 76-jährigen Französin.
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