Streik in Finnland: Hafenarbeiter weiter im Ausstand

Der Hafen in Helsinki

Der Streik der Hafenarbeiter in Finnland wird für alle Beteiligten langsam zur Geduldsprobe. Alle Häfen in Finnland sind praktisch lahmgelegt, viele Papierfabriken mussten deshalb bereits ihren Betrieb einstellen.

Der Streik der finnischen Hafenarbeiter begann am 4. März 2010 und ein Ende scheint nicht abzusehen. Grund für den Streik an allen wichtigen finnischen Häfen ist der Streit um einen neuen Lohntarifvertrag für die Hafenarbeiter.

Wichtigste Forderung der Transportgewerkschaft ist die Zahlung eines so genannten Übergangsgeldes nach der Kündigung. Es wird eine volle Lohnfortzahlung für zwölf Monate im Falle einer Entlassung gefordert.

Rund 3.000 Arbeiter befinden sich derzeit im Ausstand, seitdem gibt es keine Verschiffung in den finnischen Häfen. Der Anteil der Häfen am finnischen Außenhandel beträgt rund 80 Prozent aller Exporte. Allein die Verluste der Forst- und Holzindustrie des Landes im Exportgeschäft werden von der Forest Industries Federation (FFIF) auf täglich 30 Mio. Euro beziffert.

Durch den Streik in Finnland und dem Erdbeben in Chile steigen weltweit die Preise für Papier um teilweise mehr als zehn Prozent.

UPDATE: Verhandlungen gehen weiter

Bild von Denis

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