Schweden
Norwegen
und Finnland
Die XXI. Olympischen Winterspiele in Vancouver sind vorüber und die skandinavischen Länder gehören wieder zu den erfolgreichsten Nationen, zumindest Norwegen und Schweden. Mit Marit Bjørgen kommt zudem die erfolgreichste Sportlerin dieser Spiele aus Skandinavien.
Norwegen: Dreimal Gold für Bjørgen, sechster Olympiasieg für Bjørndalen
Bei 98 Goldmedaillen stand Norwegen vor den Winterspielen in Vancouver. Die 100. Goldene war also nur Formsache und die Biathletin Tora Berger war es dann, der die Ehre der historischen Goldmedaille zuteil wurde. Sie gewann überraschend das Rennen über 15 km.
Alle in den Schatten stellte Marit Bjørgen. Sie gewann insgesamt fünf Medaillen im Skilanglauf, darunter dreimal Gold. Vier Medaillen schaffte Petter Northug, ebenfalls im Skilanglauf. Er gewann, neben dem Teamsprint, auch das ehrwürdige 50 km Rennen zum Abschluss der Winterspiele. Ähnlich erfolgreich war Aksel Lund Svindal. Er holte jeweils einmal Gold, Silber und Bronze in den Ski Alpin Wettbewerben.
Ole Einar Bjørndalen, der erfolgreichste Biathlet aller Zeiten, sicherte sich seinen sechsten Olympiasieg, musste dafür allerdings bis zum Staffelrennen warten. Eine Goldmedaille im Einzel konnte sich dagegen Emil Hegle Svendsen sichern.
Norwegen belegt mit 23 Medaillen (9 Gold, 8 Silber, 6 Bronze) den vierten Platz im Medaillenspiegel.
Schweden: Anja Pärson, erst Sturz, dann Bronze
Anja Pärson sorgte bei den Winterspielen in Vancouver wieder einmal für Furore. Sie stürzte spektakulär in der Abfahrt und zog sich dabei zahlreiche Prellungen zu. Doch nur einen Tag danach trat sie wieder an und gewann sensationell Bronze in der Super-Kombination. Es war schön Pärsons sechste Medaille bei Olympia.
Am erfolgreichsten war die schwedische Mannschaft in den Skilanglauf-Wettbewerben. Dreimal Gold und je zweimal Silber und Bronze lautete am Ende die Bilanz. Drei Medaillen holte sich Johan Olsson, zwei Medaillen gewannen jeweils Charlotte Kalla, Anna Haag und Marcus Hellner.
Das Curling-Team der Damen konnte seinen Olympiasieg von den Winterspielen 2006 in Turin wiederholen. Im Finale gelang ein knappes 7:6 gegen Gastgeber Kanada. Im Eishockey dagegen gab es für Schweden nicht zu holen. Die Herren schieden schon im Viertelfinale gegen die Slowakei aus, während die Damen immerhin das Spiel um Bronze erreichten, sich aber am Ende Finnland geschlagen geben mussten.
Schweden belegt mit 11 Medaillen (5 Gold, 2 Silber, 4 Bronze) den siebten Rang im Medaillenspiegel.
Finnland: Keine Goldmedaille für die Ski-Nation
Etwas enttäuschend war das Abschneiden der finnischen Olympia-Mannschaft. Nur fünf Medaillen konnten finnische Sportler in Vancouver gewinnen. Im Skilanglauf reichte es nur für zweimal Bronze. Der einzige Silbermedaillengewinner ist Peetu Piiroinen in der Snowboard Halfpipe.
Jeweils Bronze holten die finnischen Eishockey-Teams. Die Herren gewannen das Spiel um Platz drei gegen die Slowakei, nachdem es im Halbfinale eine deutliche 1:6-Niederlage gegen die USA gab.
Finnland belegt mit 5 Medaillen (1 Silber, 4 Bronze) den 24. Rang im Medaillenspiegel.
Bjoerndalen ist echt ein absoluter Ausnahmeathlet. Auch wenn er sich wahrscheinlich geärgert hat, dass er keinen Einzelolympiatitel holen konnte. Aber so wie ich es verstanden habe, will er ja in vier Jahren nochmal dabei sein
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